15 Juni 2009 - 19:30
News ID: 156989
Die Verbrechen der US-Truppen in der südirakischen Stadt Kut haben Proteste der irakischen Verantwortlichen und Bevölkerung ausgelöst.
US-Truppen griffen am (gestrigen) Sonntagmorgen ein Wohnhaus in Kut an, töteten zwei Familienmitglieder und nahmen vier weitere fest. In einer ersten Stellungnahme bezeichnete der irakische Ministerpräsident, Nuri al Maliki, diesen Angriff als eine klare Verletzung des amerikanisch-irakischen Sicherheitsabkommens und forderte die US-Armee auf, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.
Der Sprecher des irakischen Verteidigungsministers, Mohammed Al Askari, forderte irakische Sicherheitsverantwortliche der Stadt Kut zur Klärung dieses Verbrechens auf. Weiterhin soll geklärt werden, wer den US-Soldaten die Erlaubnis dazu erteilte.
Der irakische Verteidigungsminister, Abdulghader al Obeidi, erklärte, keiner der Sicherheitsverantwortlichen von Kut sei über diese willkürliche Militäraktion informiert gewesen.
Hingegen behauptete die US-Armee, die Aktion sei mit der irakischen Regierung abgestimmt worden.