1 November 2014 - 04:35
Iran weist westliche Einmischung nach Hinrichtung von Reyhaneh Jabbari zurück

– Der Iran hat die kritischen Äußerungen einiger westlicher Spitzenpolitiker über die Hinrichtung von Frau Reyhaneh Jabbari als Einmischung in die internen Angelegenheiten des Landes zurückgewiesen.

"Die Einmischung in einen gerichtlichen Fall, dessen juristisches Verfahren nach dem iransichen Rechts- und Gerichtssystem verlaufen und in dem auch das Recht auf eine Revision berücksichtigt  worden ist, ist inakzeptabel", sagte die Sprecherin des iranischen Außenministeriums Marzieh Afkham am Mittwoch.

Im Iran gilt bei Totschlag ein Gesetz, nach dem die Familie des Opfers das Recht auf Vergeltung hat. Sie kann dann entweder auf Vollstreckung bestehen oder den oder die Täter begnadigen. Wenn der Täter von der Familie begnadigt wird, wird ihm zur Geltendmachung des staatlichen Rechts eine Gefängnissstrafe von 15 Jahren auferlegt. Im Fall von Reyhaneh Jabbari lehnte die Familie des von ihr getöteten Mannes eine auch von der iranischen Justiz geforderte Begnadigung mehrfach ab.