Nach der Umsetzung des Genfer Einigungspaketes haben hochrangige Diplomaten der USA; Frankreich, Englands, Chinas, Russlands und Deutschlands sich in Brüssel getroffen, um über neue Wege zur Rettung des Atomabkommens zu sprechen. Die Frist für eine Atomeinigung läuft am 20. Juli aus, andernfalls besteht die Möglichkeit die Verhandlungen für weitere sechs Monate fortzusetzen. Die fünfte Runde der Atomverhandlungen zwischen Iran und der G5+1 endete am Freitag vor zwei Wochen; dort wurden einige Barrieren auf dem Weg zur Endlösung beseitigt. In den nächsten Wochen müssen beide Seiten entscheiden, wie weit sie zu gehen bereit sind, um zu einer Einigung zu kommen. Differenzen seien nach wie vor vorhanden, doch in Wien-5 wurde eine Vorfassung des Abkommens angefertigt. Man einigte sich darauf, ab dem zweiten Juli die nächsten Gespräche aufzunehmen. Irans Außenminister Mohammad-Dschawad Zarif sagte am Ende der letzten Gesprächsrunde: Man ist sich bezüglich einiger Punkte im Abkommen einig, doch in vielen anderen Punkten bestehen weiterhin Differenzen sowohl über den Inhalt, als auch über die Schreibweise. Die erste Einigung wurde am 24. November vergangenen Jahres zwischen Iran und der G5+1 erzielt. Es entstand der gemeinsame Aktionsplan, der ab dem 1. Januar umgesetzt wurde. Beide Seiten verfügten demnach über eine sechsmonatige Frist zur Ausarbeitung einer Endlösung; diese Frist läuft am 20. Juli aus. Die Möglichkeit zu einer Verlängerung der Frist für weitere sechs Monate besteht zwar, aber beide Seiten haben bislang fünf Gesprächsrunde zur Ausarbeitung des Enddokuments in Wien hinter sich gebracht. Obwohl es noch zu einer endgültigen Einigung gekommen ist, machen die Gespräche Fortschritte, wenn auch nur kleine.