29 Juni 2014 - 05:28
Russland warnt die UNO vor Sabotage der Atomgespräche

Russlands Vertreter bei der UNO hat dem Weltsicherheitsrat für die nächste Runde der Verhandungen über das iranische Atomprogramm ein zweiwöchiges Gesprächsmarathon angekündigt und zugleich davor gewarnt, die Endphase der schwierigen Verhandlungen durch haltlose Vorwürfe gegen den Iran zu sabotieren.

Die nächste Verhandlungsrunde soll vom 2. bis 15. Juli in Wien stattfinden. Am 20. Juli muß nach dem Interimsabkommen vom November 2013 der Text für eine endgültige Vereinbarung vorliegen.

Der russische Diplomat Vitaly Churkin äußerte sich positiv über die vorherige Verhandlungsrunde, die vom 16. bis 20. Juni ebenfalls in Wien stattgefunden hat. Die Gespräche hätten die Bereitschaft aller Beteiligten gezeigt, zu einem konstruktiven Ergebnis zu gelangen.

In diesem Zusammenhang kritisierte er allerdings scharf die unbegründeten Äußerungen einiger UN-Experten, die die Gespräche beobachten, über angebliche iranische Verstöße gegen die Sanktionen. Damit, so Churkin, werde der Erfolg der Verhandlungen gefährdet.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte sich bei Meldungen, wonach der Iran sein Raketenprogramm entgegen der Sanktionsbestimmungen vorantreibe, auf Äußerungen dieser Experten berufen.  

Churkin betonte bei dieser Gelegenheit nochmals Russlands starkes Interesse an einem positiven Ergebnis der Atomverhandlungen zwischen der G5+1 und dem Iran.