3 Juni 2014 - 04:53
Rohani: Für Irans Regierung hat Umweltschutz höchste Priorität

Umweltschutz steht bei der iranischen Regierung auf der Prioritätenliste ganz oben. Das sagte Präsident Hassan Rohani am Samstag in Teheran bei einem Treffen anläßlich des Welt-Umweltschutztages am 5. Juni mit ökologischen Aktivisten und Nichtregierungsorganisationen.

Der Umweltschutz, so Rohani, sei grundlegend für ein gesundes Leben, und darüber hinaus hätten die politisch Verantwortlichen eine religiöse Verpflichtung, die Umwelt zu schützen. In der Vergangenheit sei diese Verpflichtung oft mißachtet worden, doch mittlerweile habe die Bevölkerung ein Bewußtsein für dieses Thema entwickelt.

Mit Blick auf den von Austrocknung bedrohten Orumiyeh-See sagte Rohani, diese Umweltkatastrophe würde nicht nur die Provinzen Ost- und West-Aserbaidschan betreffen, sondern das ganze Land. Deshalb seien jetzt mit größtmöglichem Einsatz Maßnahmen ergriffen worden, um den weltweit drittgrößten Salzwasser-Binnensee, der in wenigen Jahren mehr als 70 % seines Wasservolumens verloren hat, zu regenerieren.

Ebenso werde seitens der Regierung alles Erdenkliche unternommen, um die Luftverschmutzung in den iranischen Großstädten zu reduzieren. So habe das Öl-Ministerium erfolgreich die Benzinqualität verbessert.

Der erste und wichtigste Schritt zur Bewältigung der Umweltrobleme bestehe jedoch darin, die Öffentlichkeit für diese Probleme zu sensibilisieren, wobei den staatlichen iranischen Medien eine große Verantwortung zukomme.

Vizepräsidentin Masoumeh Ebtekar, die Vorsitzende der iranischen Umweltschutzorganisation, betonte bei dem Treffen, dass die Zeit, wo Umweltprobleme einfach geleugnet werden konnten, endgültig Vergangenheit sei. Mit Amtsantritt der Regierung Rohani habe eine neue Herangehensweise an Umweltfragen begonnen. Allerdings fehle der Umweltschutzorganisation als einer Überwachungsinstitution noch die erforderliche Macht, um die Umwelt gegen ihre vielfältigen Bedrohungen wirkungsvoll zu beschützen.