Bei der Explosion einer Autobombe vor der französischen Botschaft in der libyschen Hauptstadt Tripolis sind am Dienstag drei Menschen verletzt worden. Neben zwei Wachleuten sei auch ein Kind betroffen, berichtete die staatliche libysche Nachrichtenagentur Lana. Der Sprengsatz explodierte am Eingang der diplomatischen Vertretung. Die Wucht der Detonation beschädigte das Gebäude und umstehende Fahrzeuge schwer. Libysche Ermittler waren vor Ort, zudem evakuierten Sicherheitskräfte Häuser im Umkreis des Gebäudes. Bei den Wachleuten handelt es sich um französische Polizisten, wie Frankreichs Präsident François Hollande in Paris mitteilte. Das libysche Kind hielt sich in einem Haus gegenüber der Botschaft auf. Hollande verurteilte den Anschlag scharf. "Dieser Akt zielt über Frankreich hinaus auf alle Länder der internationalen Gemeinschaft, die sich im Kampf gegen den Terrorismus engagieren", sagte Hollande nach Angaben des Élysée-Palastes in Paris. Wie Hollande kündigte auch Außenminister Laurent Fabius an, Frankreich werde mit den libyschen Behörden alle Anstrengungen unternehmen, um "Licht in die Umstände dieser abscheulichen Tat zu bringen und die Täter schnell zu finden". Das Außenministerium kündigte an, Fabius werde nach Tripolis reisen. Libyens Außenminister Mohammed Abdel Asis verurteilte ebenfalls den Anschlag.
23 April 2013 - 19:30
News ID: 412498
Bei der Explosion einer Autobombe vor der französischen Botschaft in der libyschen Hauptstadt Tripolis sind am Dienstag drei Menschen verletzt worden.