6 Juli 2012 - 19:30

Die Gruppe „der Freunde Syriens“ hat ihre Beratungen in Paris ohne greifbare Ergebnisse beendet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich irritiert über eine Indiskretion des russischen Außenministers Lawrow. Ohne konkrete Ergebnisse hat die Gruppe „der Freunde Syriens“ am Freitag ihre Beratungen in Paris beendet. Schärfere Sanktionen gegen das Regime Baschar al Assads, wie sie Gastgeber Präsident Hollande zum Auftakt des Treffens forderte, sind aufgrund der ablehnenden Haltung Russlands und Chinas im UN-Sicherheitsrat nicht zu erwarten. Moskau und Peking verzichteten darauf, Vertreter nach Paris zu entsenden. Hollande forderte Moskau und Peking auf, die Blockade zu beenden. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich indes irritiert über eine Indiskretion des russischen Außenministers Sergej Lawrow. „Die Bundesregierung ist überrascht über Äußerungen des russischen Außenministers Lawrow, der aus einem Gespräch zitiert, an dem er selbst nicht teilgenommen hat“, sagte am Freitag ein Regierungssprecher in Berlin. Lawrow hatte auf einer Pressekonferenz mit Außenminister Guido Westerwelle in Moskau gesagt, Merkel habe dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am 1. Juni in Berlin vorgeschlagen, Moskau solle dem syrischen Präsidenten Baschar al Assad Asyl gewähren. „Wir haben das für einen Witz gehalten“, sagte Lawrow.