In der Nacht auf heute, Donnerstag, versammelten sich Demonstranten in
der Hauptstadt Kairo und in Suez. Polizeikräfte versuchten, sie
auseinanderzutreiben.
In Aufrufen im Internet wurden weitere Demonstrationen nach den Freitagsgebeten angekündigt.
Am
Mittwoch waren erneut Tausende Menschen in Kairo und anderen Städten
auf die Straße gegangen. Sie forderten den Rücktritt Mubaraks, der seit
1981 regiert. Polizisten feuerten Augenzeugen zufolge mit
Gummigeschossen in die Menge und schlugen mit Gummiknüppeln zu.
Demonstranten zündeten Reifen an und warfen Steine auf die Polizei. In
Suez setzten sie ein Regierungsgebäude in Brand.
Bei den
Auseinandersetzungen starben seit Dienstag mindestens drei
Demonstranten und ein Polizist. Widersprüchliche Informationen aus dem
Umfeld der Sicherheitskräfte gab es zum Tod eines Polizisten und einer
Zivilistin am Mittwoch. Demnach hieß es zunächst, die beiden seien bei
den Demonstrationen ums Leben gekommen. Ein anderer Vertreter der
Sicherheitskräfte widersprach dieser Darstellung später und nannte
einen Verkehrsunfall als Ursache.
Nach Angaben des Innenministeriums
wurden bisher 500 Menschen festgenommen. Eine unabhängige Vereinigung
von Rechtsanwälten sprach dagegen von 1200.
26 Januar 2011 - 20:30
News ID: 222917
In Ägypten reißen die Proteste gegen Präsident Mubarak auch den dritten Tag in Folge nicht ab.