30 November 2010 - 20:30

Als Farce bezeichnet die Opposition die Parlamentswahlen in Ägypten, bei denen die Partei von Präsident Mubarak deutlich gewonnen hat.

Die Beteiligung bei der Parlamentswahl in Ägypten am Sonntag hat nach Angaben des Innenministeriums rund 25 Prozent betragen. Menschenrechtsorganisationen schätzen, dass nur zehn bis 15 Prozent gewählt haben.Die regierende Nationaldemokratische Partei (NDP) des seit 1981 im Amt befindlichen Präsidenten Hosni Mubarak dürfte eine klare Mehrheit der 508 Sitze im Parlament gewinnen.Anhängern der Muslimbruderschaft, der größten Oppositionsgruppe, wurde teilweise der Zugang zu den Wahllokalen verwehrt. Vor der Wahl war die Polizei scharf gegen Anhänger vorgegangen. Ihre Mitglieder dürfen nur als „Unabhängige“ kandidieren, sodass mit deutlich weniger Stimmen gerechnet wurde.