Parallel zu den
israelisch-palästinensischen Friedensgesprächen könne es auch einen
neuen Anlauf für Verhandlungen zwischen Israel und Syrien geben, sagte
der US-Nahostvermittler George Mitchell am Donnerstag nach einem
Gespräch mit Syriens Präsident Beschar el Assad in Damaskus.
Die
Anstrengungen der US-Regierung zur Beilegung des
israelisch-palästinensischen Konflikts stünden in keinem Widerspruch zu
den Bemühungen um eine umfassende Lösung, zu der auch ein Frieden
zwischen Israel und Syrien zähle, sagte Mitchell.
Assad bekräftigte,
jede Neuauflage der 2008 abgebrochenen Gespräche mit Israel müsste eine
Rückgabe der Golan-Höhen an Syrien zum Ziel haben. "Syrien verlangt
keine Kompromisse von Israel, um Frieden zu erreichen, sondern die
Rückgabe geraubten Landes an die legitimen Eigentümer" zitierte die
amtliche syrische Nachrichtenagentur den Staatschef.
Israel hatte
die Golan-Höhen im Sechstagekrieg 1967 erobert und in den 80er Jahren
formell seinem Staatsgebiet zugeschlagen. Der Höhenzug im Norden
Israels ist wasserreich und grenzt unmittelbar an den See Genezareth,
einem der wichtigsten Trinkwasserreservoirs des Landes. Zudem sind die
Höhen strategisch bedeutsam und sind nach mehr als 40-Jähriger
israelischer Besiedlung Heimat zahlreicher Israelis. Auch touristisch
und landwirtschaftlich ist der Höhenzug ein bedeutsamer
Wirtschaftsfaktor.
Zuletzt hatten die beiden Nachbarländer 2008
unter türkischer Vermittlung miteinander verhandelt. Zuvor hatte es bis
zum Jahr 2000 langjährige von den USA vermittelte Friedensgespräche
gegeben.
16 September 2010 - 19:30
News ID: 205459
Die USA wollen ihren Ansatz für eine umfassende Friedensregelung im Nahen Osten erweitern.