Die Staatsanwaltschaft Graz teilte am Donnerstag mit, sie werde die
Aufhebung der Immunität des Landesparteichefs Gerhard Kurzmanns
beantragen. Als Mitglied des österreichischen Parlaments ist der
steirischen FPÖ-Spitzenkandidaten bisher vor Strafverfolgung geschützt.
Die Grünen hatten die steirische FPÖ wegen Verhetzung angezeigt,
nachdem das Spiel am Montag auf der Web-Seite der Partei online
gegangen war.
Der
Grazer Bischof Egon Kapellari bezeichnete das Online-Spiel als Gefahr
für das Zusammenleben der religiösen Glaubensgemeinschaften in der
Steiermark: „Es hebt Schranken auf, die auch andere Religionen
schützen.“ Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl, ein Vertreter der
Österreichischen Volkpartei (ÖVP) verurteilte es als „geschmacklos“ und
„dumm“.
Der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in
Österreich, Anas Schakfeh, verurteilte am Mittwoch das Online-Spiel,
das der Landesverband der FPÖ in der Steiermark ins Internet gestellt
hatte. Es sei „geschmacklos und unfassbar“, sagte er dem Fernsehsender
ORF. Bei dem Online-Spiel mit dem Titel „Moschee Baba“ (Moschee
Tschüss) werden Punkte dafür vergeben, den Bau von Moscheen und
Minaretten zu verhindern.
2 September 2010 - 19:30
News ID: 202327
In Österreich sind nicht nur Muslime sondern alle Parteien über das FPÖ- Minarett-Spiel empört.