4 Juli 2026 - 13:10
Source: ABNA
Araghchi: Was vom gefallenen Führer geblieben ist, ist eine lebendige Roadmap für die Zukunft

Der Außenminister des Iran erklärte: In den Bereichen der Identität befreite der gefallene Führer durch das Einhauchen des Geistes des Selbstvertrauens die Außenpolitik von historischen Abhängigkeiten und begründete eine Rationalität, die «revolutionär» war; nicht im Sinne von Emotion, sondern im Sinne einer bedachten Verbindung von Ideal und Realität.

Wie die Nachrichtenagentur Ahl al-Bayt (a.) – ABNA – berichtet, hat das Kulturforschungsinstitut der Islamischen Revolution anlässlich des Märtyrertodes und der Trauerprozession für den gefallenen Führer der Islamischen Revolution, Seiner Heiligkeit des großen Ayatollah Seyyed Ali Khamenei (möge seine reine Seele geheiligt sein), eine Gedenkschrift «Imam-Mudschahid, gefallener Märtyrer» erstellt, die Notizen bekannter wissenschaftlicher, politischer, kultureller und militärischer Persönlichkeiten enthält und in den Medien des gefallenen Führers veröffentlicht wird. Im Folgenden findet sich die Notiz von Seyyed Abbas Araghchi, Außenminister, die unter dem Titel «Das Erbe des Ruhms; das Vermächtnis des Denkens von Seyyed Ali Khamenei in der Außenpolitik» veröffentlicht wurde.

«Wenn die Geschichte an entscheidenden Wendepunkten auf der Suche nach Namen zur Verewigung der Größe des Widerstands einer Nation auftaucht, stößt sie auf Gestalten, die nicht nur ihre eigene Zeit, sondern auch die Horizonte der Zukunft durchmessen haben. Der gefallene Führer, Ayatollah Seyyed Ali Khamenei (möge Allah mit ihm zufrieden sein), gehört zu eben jenen unerschütterlichen Gipfeln; eine Persönlichkeit, die in den Jahren ihrer Führung die Diplomatie von der Ebene kalter Machtbeziehungen und rein bürokratischer Handlungen auf die Ebene von Sinn, Identität und zivilisatorischer Mission erhob und die Außenpolitik zur beredten Sprache der Würde einer Nation machte.

Die schwierigen Erfahrungen der letzten Jahre, die mit der Auferlegung zweier Angriffskriege Amerikas und des zionistischen Regimes gegen unser geliebtes Land einhergingen, haben deutlich gezeigt, dass Diplomatie an historischen Wendepunkten nicht nur ein Instrument zur Regelung von Beziehungen ist, sondern ein Spiegel der nationalen Identität und des Willens. Das Erbe, das der gefallene Führer im Bereich der Außenpolitik hinterlassen hat, ist genau von dieser Art; ein lebendiger Bericht über die Verbindung von nationaler Würde, politischer Weisheit und kluger Zweckmäßigkeit, der inmitten der turbulenten Wellen von Sanktionen, Druck, Bedrohung und Krieg der Islamischen Republik Iran eine herausragende Position verschafft hat.

Dieses Kapital beruht vor allem auf dem grundlegenden Prinzip der Unabhängigkeit; einer Unabhängigkeit, die nicht als Isolation, sondern als aktive, wirkungsvolle und zugleich unabhängige Präsenz im internationalen System definiert wird. In diesem Gedankensystem gewinnt Diplomatie dann an Bedeutung, wenn die Nation sich selbst als Subjekt des Austauschs betrachtet, nicht als Instrument des Handels. Daher hat die Außenpolitik der Islamischen Republik stets versucht, unter Wahrung der identitären roten Linien den Dialog mit der Welt offen zu halten.

Sein Vermächtnis geht über die engen Rahmen reduktionistischer realistischer oder liberaler Theorien hinaus und ruht auf einem festen und tiefen Fundament islamisch-iranischer Identität; einem Fundament, in dem nationale Interessen im Einklang mit den Werten definiert werden, nicht im Widerspruch zu ihnen. In diesem Rahmen ist die Verbindung von Idealismus und Realismus eines der grundlegenden Merkmale dieser Denkschule; denn das internationale System ist eine Arena der Interessenkollision, aber das Fehlen von Idealen reduziert Diplomatie auf einen seelenlosen und wahrheitslosen Handel.

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