Dschamal Al Qaderi, palästinensischer Rechtsanwalt und Leiter des Anti-Gaza-Blockade-Komitees gab dies bekannt und sagte, die meisten dieser Opfer starben wegen Fortsetzung der Blockade und der seitens der Israelis praktizierten Einfuhrsperre für benötigte Medikamente in dieses Gebiet. Al Qaderi fügte hinzu, die vom israelischen Regime für den Gaza-Streifen verhängte Blockade setzt die Bevölkerung von anderthalb Millionen Menschen in diesem Gebiet massiv unter Druck und verwehrt ihr die Möglichkeit zur Deckung der grundlegendsten Bedürfnisse. Dieser palästinensische Rechtsanwalt verwies unter Hinweis auf die negativen Auswirkungen der durch Israel aufgezwungenen Blockade auf die Unterhaltssituation der mittellosen Bewohner im Gaza-Streifen und die Vernichtung der Wirtschaftsstruktur in diesem Gebiet und sagte: „Infolge dieser Umzingelung haben mehr als 140 Tausend Palästinenser in diesem Gebiet ihre Arbeit verloren.“
Das israelisch-zionistische Regime hält seit 2007 wegen Ablehnung der Volkregierung der Hamas im Gaza-Streifen die Grenzübergänge zu diesem Gebiet gesperrt und hat die Gazabewohner einer menschlichen Krise ausgesetzt. Im Dezember 2008 hatte dieses Besatzerregime unter dem Vorwand, dass die palästinensischen Kämpfer Raketen abschießen, einen Totalkrieg gegen die Menschen in dem Küstenstreifen begonnen.
Unterdessen hat die europäische Troika nunmehr verschärften Druck auf das zionistische Regime gefordert. Carl Bildt, Miguel Angel Moratinos und Michael Martin, die Außenminister Schwedens, Spanien bzw. Irlands und Mitglieder der EU-Troika haben am Rande der EU-Außenministersitzung im spanischen Cordoba gefordert, die EU müsse ihren Druck auf das zionistische Regime hinsichtlich einer Aufhebung der Blockade des Gaza-Streifens erhöhen. Bildt forderte die EU-Außenministerin Catherine Ashton auf, dass sie auf ihrer Reise in dieses Gebiet in der kommenden Woche ihre Besorgnis über die Blockade der Region kundgeben soll. Moratinos, der spanische Außenminister, sagte nach dieser Sitzung, dass die EU sich für die Gründung von einem israelischen und einem palästinensischen Staat einsetzen wird. Der irische Außenminister Martin bezeichnete die Gaza-Blockade als unmenschlich und erklärte, dass sie sich negativ auf den Verhandlungsprozess zwischen Palästina und dem zionistischen Regime auswirkt. Er war vorige Woche in Gaza gewesen und forderte nun verstärkten Druck auf Israel zwecks Aufhebung der Umzingelung. Der finnische Außenminister Alexander Stubb hat seinerseits die EU aufgefordert, im Vergleich zu bisher eine intensivere Rolle in dieser Angelegenheit zu übernehmen.
Die Europäische Union hat Mitte Januar 2009 nach der Sitzung im ägyptischen Scharm-el Scheich die Sicherheit des zionistischen Regimes betont und schlug diesem Regime militärische und technologische Unterstützung vor, damit es die Einfuhr von Waffen in Gaza verhindern kann.