21 Juni 2026 - 11:13
Source: ABNA
Der Sicherheitsrat warnte vor der Gefahr von Massenverbrechen im Sudan

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen warnte vor der Gefahr von Massenverbrechen im Sudan.

Wie die Nachrichtenagentur Abna unter Berufung auf die Website der Vereinten Nationen berichtet, äußerten die Mitglieder des Sicherheitsrats in einer Presseerklärung ihre große Besorgnis über Berichte über die großflächige Verlegung von Schnellen Eingreiftruppen rund um die Stadt El-Obeid und warnten vor der Möglichkeit einer Bodenoffensive gegen diese Stadt.

Die Mitglieder des Sicherheitsrats wiesen auf die drohende Gefahr von „Massenverbrechen“ und Massakern hin und forderten die Schnellen Eingreiftruppen auf, ihre Angriffe auf El-Obeid sofort einzustellen.

In dieser Erklärung äußerten die Mitglieder des Sicherheitsrats auch tiefe Besorgnis über die anhaltende Gewalt im gesamten Sudan, insbesondere über Berichte über die Eskalation der Kämpfe in den Bundesstaaten von Kordofan, und fügten hinzu, dass die Fortdauer dieser Situation die humanitäre Krise verschlimmern könnte.

Der Sicherheitsrat forderte alle Konfliktparteien auf, die Kämpfe sofort einzustellen und Zivilisten zu schützen.

Die Ratsmitglieder betonten auch, dass alle Parteien ihren Verpflichtungen gemäß dem internationalen Recht, einschließlich des humanitären Völkerrechts, nachkommen und die in der „Erklärung von Dschidda“ vereinbarten Bestimmungen umsetzen müssen.

Die Mitglieder des Sicherheitsrats äußerten sich auch besorgt über Berichte über Drohnenangriffe der Schnellen Eingreiftruppen auf die Stadt El-Obeid und den zunehmenden Einsatz von Drohnen durch die Konfliktparteien in anderen Gebieten des Sudans und forderten Untersuchungen aller Fälle von Verstößen und die Rechenschaftspflicht der Täter.

Der Sicherheitsrat betonte die Notwendigkeit eines sicheren, schnellen und ungehinderten Zugangs für humanitäre Hilfe und forderte alle Konfliktparteien auf, den sicheren Durchgang von Zivilisten gemäß dem internationalen Recht zu gewährleisten.

Die Ratsmitglieder forderten auch alle UN-Mitgliedstaaten auf, sich jeder externen Einmischung zu enthalten, die zu einer Eskalation des Konflikts und zur Destabilisierung im Sudan führt, und die Bemühungen um einen dauerhaften Frieden zu unterstützen.

Die Mitglieder betonten auch die Notwendigkeit der Umsetzung internationaler Verpflichtungen und der einschlägigen Resolutionen des Sicherheitsrats, einschließlich der Resolution 2791 von 2025.

Abschließend bekräftigte der Sicherheitsrat erneut sein entschlossenes Bekenntnis zur Souveränität, Unabhängigkeit, Einheit und territorialen Integrität des Sudans und erklärte seinen Widerspruch gegen die Bildung jeglicher paralleler Regierungsstrukturen in den von den Schnellen Eingreiftruppen kontrollierten Gebieten.

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