Öffentlich gegen Rassismus und Diskriminierung einzutreten, sei ein deutliches Zeichen von Zivilcourage und Anstand, sagte Aßländer im Deutschlandfunk. Ingesamt sollten Konzernchefs mehr Farbe bekennen und sich zu gesellschaftspolitischen Themen eindeutig positionieren. Dabei müssten sie aber aufpassen, nicht in Lobby-Verdacht zu geraten. Kaeser war durch einen Tweet auf Konfrontationskurs zur AfD gegangen. Der Siemens-Chef reagierte auf eine Bundestagsrede von AfD-Fraktionschefin Weidel, die im Parlament wörtlich gesagt hatte: "Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner werden unseren Wohlstand nicht sichern." Kaeser schrieb: "Lieber 'Kopftuch-Mädel' als 'Bund Deutscher Mädel." Weidel schade mit ihrem Nationalismus dem Ansehen Deutschlands in der Welt. Kaeser forderte daraufhin eine gemeinsame Initiative der deutschen Wirtschaft gegen Populimus, stieß aber bei anderen Chefs großer Dax-Konzerne auf taube Ohren.
source : Islam.de
Sonntag
15 Juli 2018
04:54:15
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Der Wirtschaftsethiker Michael Aßländer befürwortet das Engagement von Siemens-Chef Joe Kaeser gegen Populismus.