AhlolBayt News Agency (ABNA)

source : Parstoday
Mittwoch

3 April 2024

20:29:59
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Weltbank: Israels Krieg verursachte bisher 18,5 Milliarden US-Dollar Sachschaden an Infrastruktur im Gazastreifen

Ein gemeinsamer Bericht der Weltbank und der Vereinten Nationen zeigt, dass der völkermörderische Krieg gegen die Palästinenser im Gazastreifen Schäden in Höhe von rund 18,5 Milliarden US-Dollar an der kritischen Infrastruktur des Küstengebiets verursacht hat.

In dem am Dienstag veröffentlichten Bericht heißt es, dass die durch die israelischen Flächenbombardements auf Gaza verursachten strukturellen Schäden jeden Sektor der Wirtschaft des palästinensischen Gebietes beeinträchtigt hätten.

Der Schaden entspricht 97 Prozent des gesamten Bruttoinlandsprodukts, BIP, des besetzten Westjordanlandes und des Gazastreifens im Jahr 2022.

Dem Bericht zufolge steht mehr als die Hälfte der Menschen im Gazastreifen am Rande einer Hungersnot.

Weiter heißt es, dass über 70 Prozent der Palästinenser im Gazastreifen aufgrund der anhaltenden israelischen Luftangriffe und Bombenangriffe vertrieben wurden.

Ferner geht aus dem gemeinsamen Bericht hervor, dass strukturelle Schäden jeden Sektor der Wirtschaft beträfen, wobei mehr als 70 Prozent der geschätzten Kosten auf die Zerstörung von Wohngebäuden zurückzuführen seien. „In mehreren Sektoren scheint sich die Schadensrate abzuschwächen, da nur noch wenige Vermögenswerte intakt sind“, so die Weltbank.

Schätzungsweise 84 Prozent der Gesundheitseinrichtungen im Gazastreifen wurden beschädigt oder zerstört. Drei Viertel der Bevölkerung wurden durch den Krieg vertrieben. Eine Million Menschen sind obdachlos. Der Bericht stellte fest, dass das Wasser- und Sanitärsystem des Gazastreifens nahezu zusammengebrochen ist und weniger als 5 Prozent seines Vorkriegs-Outputs liefert.

Der Bericht deckt nur die ersten 4 Monate des völkermörderischen israelischen Krieges in Gaza ab und zeigt nur einige Aspekte der humanitären Krise im belagerten Gazastreifen.

In dem Bericht wird eine Steigerung der humanitären Hilfe, der Nahrungsmittelhilfe und der Nahrungsmittelproduktion, die Bereitstellung von Unterkünften sowie schnellen, kostengünstigen und skalierbaren Wohnlösungen für Vertriebene und die Wiederaufnahme wesentlicher Dienstleistungen gefordert.

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