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Tote und Verletzte bei Massenprotesten in Sudan

Tote und Verletzte bei Massenprotesten in Sudan

In der sudanesischen Hautstadt Khartum und einigen anderen Städten ist es gestern (Samstag) zu Massenprotesten gegen den Militärputsch gekommen.

Wie die Ahlulbayt Nachrichtenagentur ABNA berichtet, Bei neuen Protesten gegen den Militärputsch im Sudan wurden am Samstag mindestens drei Menschen getötet und 62 weitere verletzt. Demonstranten seien in der Stadt Omdurman von Sicherheitskräften erschossen worden, erklärte das unabhängige Zentralkomitee sudanesischer Ärzte auf Twitter.

Kurz vor Beginn der geplanten Großdemonstration der Demokratiebewegung im Sudan haben die Sicherheitskräfte in der Hauptstadt Stärke demonstriert. Ein Großaufgebot war auf den Straßen postiert.

Wie der ORF gestern berichtete, blockierten die Sicherheitskräfte Brücken, welche die Hauptstadt mit Nachbarstädten verbinden, und richteten an Hauptverkehrsstraßen Kontrollpunkte ein, an denen Fußgänger und Autofahrer stichprobenartig durchsucht wurden.

Die Demonstranten forderten die Wiedereinsetzung der von Zivilisten geführten Übergangsregierung und die Rückkehr zur Demokratie. Das Militär hatte am Montag die Regierung für aufgelöst erklärt, den Ministerpräsidenten Hamduk unter Hausarrest gestellt und einen landesweiten Ausnahmezustand in dem nordafrikanischen Land ausgerufen. Die Armee begründete den Schritt mit der Verhinderung eines Bürgerkrieges. Die Mitgliedschaft Sudans in der Afrikanischen Union wurde am Mittwoch ausgesetzt.

Bereits im September hatte es im Sudan einen Putschversuch gegeben. Seitdem waren die politischen Spannungen im Land enorm gestiegen.

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