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Russland: Kein Datum für nächste Runde der Wiener Gespräche

Russland: Kein Datum für nächste Runde der Wiener Gespräche

Der russische Botschafter bei den internationalen Organisationen in Wien hat eine jüngste Behauptung saudischer Medien, dass Anfang September als Termin für die neue Gesprächsrunde zur Wiederbelebung des Atomabkommens -JCPOA- festgelegt worden sei, zurückgewiesen, da es kein solches Datum gebe.

Wie die Ahlulbayt Nachrichtenagentur ABNA berichtet, Die saudische Zeitung 'Arab News' zitierte den al-Arabiya News - Kanal, und schrieb "die Wiener Atomverhandlungen werden bis Anfang September ausgesetzt".

Als Antwort darauf schrieb Michail Uljanow am Montag auf Twitter: "Eine interessante aber nicht unbedingt verlässliche Information. Natürlich braucht die neue iranische Regierung Zeit, um sich auf die Wiederaufnahme der  Wiener Gespräche vorzubereiten. Wie lange? Niemand weiß es. Wir müssen auf eine offizielle Bekanntgabe aus #Teheran warten. Je früher es passiert, desto besser."

Interesting, but not necessarily reliable information. Of course the new government of #Iran needs some time to get prepared for resumption of the #ViennaTalks. How long? Nobody knows. We need to wait for an official announcement from #Tehran. The sooner it happens, the better. https://t.co/aEpFQdEkqe

— Mikhail Ulyanov (@Amb_Ulyanov) July 19, 2021

In Wien liefen seit April Gespräche zur Fortsetzung des internationalen Atomabkommens mit Iran -JCPOA-. Nach sechs Runden näherten sich die Gespräche dem Ende. Bei der letzten Sitzung der Gemeinsamen JCPOA-Kommission bekräftigten die Delegationen ihre Entschlossenheit, die Gespräche fortzuführen, um Lösungen für einige noch nicht gelöste Fragen zu finden.

Am Ende der sechsten Runde der Wiener Gespräche beschlossen die Vertreter Irans und der G4+1 Länder, die Verhandlungen zu vertagen, um zu Konsultationen in ihre jeweiligen Hauptstädte zurückzukehren, da verbliebene Differenzen noch überwunden werden müssten.

Schon vor den Wiener Verhandlungen hat Teheran deutlich gemacht, dass zunächst alle Sanktionen nachprüfbar aufgehoben werden müssen, bevor die Islamische Republik Iran ihre Reduzierungsmaßnahmen rückgängig macht.

Die USA ihrerseits haben um Folgegespräche zu anderen Themen gebeten, etwa zum iranischen Raketenprogramm, was Teheran scharf abgelehnt hat.

Die Wiener Gespräche müssen laut dem stellvertretenden Außenminister und Leiter der iranischen Delegation bei den Atomverhandlungen Abbas Araghchi auf den Amtsantritt der neuen iranischen Regierung warten.

"Wir befinden uns in einer Übergangszeit und in Teheran findet eine demokratische Machtübergabe statt", twitterte Araghchi laut IRNA am 17. Juli.

Er fügte hinzu: "Es ist klar, dass die Wiener Gespräche auf die neue Regierung in Iran warten müssen. Dies ist eine Voraussetzung jeder Demokratie".

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