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Irans Reaktion auf Zwangsabschiebung von Asylbewerbern aus Großbritannien nach Ruanda

Irans Reaktion auf Zwangsabschiebung von Asylbewerbern aus Großbritannien nach Ruanda

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums bezeichnete die Zwangsabschiebung von Asylbewerbern aus Großbritannien nach Ruanda als historische Schande für das Land und sagte: „Diese Menschen in Drittstaaten zu schicken, ist ein gefährliches Verfahren, das den Rest des internationalen Flüchtlingsschutzregimes zerstören wird. "

Wie die Ahlulbayt Nachrichtenagentur ABNA berichtet , Die britische Regierung beabsichtigt, die bisherige Politik Australiens nachzuahmen, indem sie Asylsuchende an einen Ort, der 6.000 km entfernt ist - nämlich Ruanda - schicken will.

Damit will die Johnson-Administration Asylsuchende davon abhalten, den Ärmelkanal illegal zu überqueren.

Der Plan der britischen Regierung hat auf internationaler und nationaler Ebene zu großen Protesten geführt.

Said Khatibzadeh, der Sprecher des Außenministeriums der Islamischen Republik Iran, reagierte am Dienstagabend auf die Zwangsabschiebung von Asylbewerbern aus Großbritannien nach Ruanda und die Nachricht, dass einige dieser Asylbewerber Iraner seien. Er sagte: „Was passiert, ist eine historische Schande für Großbritannien und all diejenigen, die ihr Möglichstes getan haben, um ihre Kolonialgeschichte zu vertuschen und zu bereinigen."

Weiter sagte Khatibzadeh: "Was passiert, steht auf der anderen Seite der Medaille der Täuschungen und systematischen Verschwörungen der Medien gegen Iran. Die feindseligen persischsprachigen Medien mit Sitz in London vermitteln ein konstruiertes und unrealistisches Bild von Iran und ein noch unrealistischeres Traumbild vom Leben in Europa, welches einen gefährlichen Weg für das Verlassen Irans einiger iranischer Bürger ebnet. Trotz der Gewalt, die sich diese wenigen Personen selbst antun betont die Regierung der Islamischen Republik Iran im Rahmen ihrer Pflichten, dass deren Rechte gemäß der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 und dem entsprechenden Protokoll respektiert werden müssen und sie in Drittländer zu schicken, ist ein gefährliches Verfahren, das die Überreste des internationalen Flüchtlingsschutzregimes zerstören wird.

Khatibzadeh schloss mit folgenden Sätzen: „Während Iran trotz aller Schwierigkeiten und des großen wirtschaftlichen Drucks Millionen Staatsangehörige aus anderen Ländern wie aus Afghanistan, aufnimmt, ist es bedauerlich, dass die sich permanent als Menschenrechtsverteidiger darstellenden Länder wie Großbritannien, die Aufnahme von Tausenden Migranten und Asylsuchenden nicht tolerieren, von denen viele durch die systematische Täuschung eben dieser Regierungen ihre Flucht riskiert haben."

Anmerkung: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, der dem Europarat zugeordnet ist, und dessen Urteile somit auch für Großbritannien gelten, hat kurz vor dem Start des ersten Abschiebeflugs nach Ruanda die Abschiebung gestoppt.

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