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Irans Außenminister kritisiert Gerichtsverhandlung gegen Iraner in Schweden

Irans Außenminister kritisiert Gerichtsverhandlung gegen Iraner in Schweden

Der iranische Außenminister Hossein Amir-Abdollahian hat die sofortige Freilassung von Hamid Nouri, einem seit 2019 in Schweden inhaftierten iranischen Staatsbürger, gefordert.

Wie die Ahlulbayt Nachrichtenagentur ABNA berichtet , "Die Islamische Republik Iran sieht die Inhaftierung und den Prozess gegen Hamid Nouri als rechtswidrig an und fordert seine sofortige Freilassung", sagte Amir-Abdollahian am Mittwoch bei einem Telefongespräch mit seiner schwedischen Amtskollegin Ann Linde.

Nouri wurde am 9. November 2019 bei seiner Ankunft in Schweden, von schwedischen Sicherheitskräften festgenommen, und befindet sich nun seit fast 30 Monaten im Gefängnis.

"Mein Mann reiste auf einer Einladung nach Schweden und als er aus dem Flugzeug stieg, wurde er von mehreren Polizisten vor einer Menge Iranern und anderen festgenommen und beleidigt sowie in Gewahrsam genommen", sagte Nouris Frau dem Nachrichtensender Press TV.

Die Anklagen gegen Nouri beruhen auf Anschuldigungen von Mitgliedern der Anti-Iran-Terrororganisation Mujahedin-e-Khalq Organization (MKO), die behaupten, Nouri sei 1988 an der Hinrichtung und Folter von MKO-Mitgliedern beteiligt gewesen. Nouri weist die Vorwürfe zurück.

Am Sonntag war der schwedische Botschafter in Teheran nach Nouris fortgesetzter politischer Inhaftierung ins iranische Außenministerium einbestellt und über den heftigen Protest der Islamischen Republik Iran informiert worden.

Das iranische Außenministerium bezeichnete die Inhaftierung Nouris als „völlig illegal“, die von „falschen Anschuldigungen der Terrororganisation MKO und der feindlichen Hetzkampagne gegen die Islamische Republik“ angetrieben wurde.

"Es gibt Anlass zu großem Bedauern, dass eine Terrorgruppe, deren Verbrechen gegen die Menschen in Iran und sogar im Irak während der Ära des Ba'ath-Regimes [des ehemaligen irakischen Diktators Saddam Hussein] klar ersichtlich sind, diesen Scheinprozess in Schweden übernommen hat", fügte Amir-Abdollahian hinzu.

Auch der Sekretär des Menschenrechtsstabs der iranischen Justiz bezeichnete die Inhaftierung Nouris als "illegal, unecht und ungerecht" sowie als Verstoß gegen die grundlegenden Menschenrechte.

Kazem Gharibabadi sagte am Dienstag: "Gewalt während der Festnahme und Missachtung der Menschenwürde, sind Verletzungen der Wiener Konvention von 1963 und die Unwissenheit der iranischen Botschaft und seiner Familie über seinen Aufenthaltsort, um psychologischen Druck auszuüben und Familienbesuche zu verhindern, sind nur ein Teil der unmenschlichen Taten gegen eine Person, die unter Vorspiegelung falscher Tatsachen festgenommen wurde".

Die MKO hat seit dem Sieg der Islamischen Revolution im Jahr 1979 zahlreiche Attentate und Bombenanschläge auf iranische Staatsmänner und Zivilisten verübt. Ihre Mitglieder flohen 1986 aus Iran in den Irak, wo sie vom ehemaligen irakischen Diktator Saddam Hussein unterstützt wurden.

Von den fast 17.000 Iranern, die seit der Islamischen Revolution bei Terroranschlägen getötet wurden, fielen etwa 12.000 den Terrorakten der MKO zum Opfer.

MKO-Terroristen genießen in den USA und Europa Handlungsfreiheit und halten sogar regelmäßige Treffen ab, bei denen europäische und amerikanische Amtsträger Reden halten.

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