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Fünf Tote bei Angriff sudanesischer Armee auf Demonstranten

Fünf Tote bei Angriff sudanesischer Armee auf Demonstranten

Bei Angriffen der sudanesischen Armee auf Demonstranten, die gegen den Militärputsch in ihrem Land protestierten, sind gestern mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen.

Wie die Ahlulbayt Nachrichtenagentur ABNA berichtet, In mehreren sudanesischen Städten kam es am Samstag zu Demonstrationen gegen die Machtübernahme durch das Militär.

In der Hauptstadt Khartum und der angrenzenden Stadt Omdurman gingen Soldaten und Polizisten gewaltsam gegen die Proteste vor. Mindestens fünf Demonstranten wurden nach Angaben des Zentralkomitees der sudanesischen Ärzte durch Schüsse oder den Einsatz von Tränengas getötet.

Laut Krankenhausquellen wurden auch Dutzende Demonstranten verletzt und in Krankenhäuser gebracht.

Damit hat sich die Zahl der Demonstranten, die seit dem Militärputsch am 25. Oktober im Sudan getötet wurden, auf 20 erhöht.

Der sudanesische Armeekommandant Abdel Fattah al-Burhan hat am 25. Oktober in einem ruhigen Putsch die Macht übernommen. Truppen unter al-Burhan nahmen den Premierminister fest und lösten das Kabinett auf. Al-Burhan hat zudem den Ausnahmezustand im Land ausgerufen.

Der Militärputsch im Sudan fand nur einen Monat vor Ablauf der Frist für die vollständige Übergabe der Kontrolle über das Land an eine Zivilregierung statt, die den Einfluss der sudanesischen Armee hätte einschränken können.

In den letzten Tagen haben Sudanesen Protestkundgebungen abgehalten, die die Militäraktion verurteilt und eine friedliche Übergabe der Macht an die Zivilbevölkerung gefordert, die den Weg für freie und sichere Wahlen im Land ebnen sollte.

Für neuen Ärger in den Reihen der Demokratiebewegung sorgte die Tatsache, dass al-Burhan sich am Donnerstag wieder zum Leiter des vom Militär geführten Souveränitätsrats ernannt hat, der das Land eigentlich zu freien Wahlen führen sollte.

Laut dem sudanesischen Staatsfernsehen sind Mohammad Hamdan Daqlu mit dem Spitznamen "Hamidati", sowie "Shams al-Din al-Kabashi", "Malik Aqar" und "Yasir al-Ata" weitere Mitglieder des Rates. Dieser schließt nun die Zivilregierung aus, mit der sich das Militär seit 2019 die Macht geteilt hatte.

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