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Frankreich verkauft Ägypten 30 Rafale-Kampfflugzeuge im Wert von 4,5 Milliarden Dollar

Frankreich verkauft Ägypten 30 Rafale-Kampfflugzeuge im Wert von 4,5 Milliarden Dollar

Ägypten hat mit Frankreich einen Vertrag über den Kauf von 30 Rafale-Kampfflugzeugen unterzeichnet, teilte das ägyptische Verteidigungsministerium in einer Erklärung am frühen Dienstag mit.

Wie die Ahlulbayt Nachrichtenagentur ABNA berichtet, Die Website Disclose berichtete am Montag über einen Vertrag im Wert von 3,75 Milliarden Euro (4,5 Milliarden US-Dollar).

Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte im Dezember gesagt, er werde den Verkauf von Waffen an Ägypten nicht von den Menschenrechten abhängig machen, weil er Kairos Fähigkeit zur Terrorbekämpfung in der Region nicht schwächen wolle. Mit diesen Äußerungen zog er den Zorn der Kritiker auf sich.

Das ägyptische Verteidigungsministerium teilte mit, dass der Vertrag durch ein Darlehen finanziert werde, das über einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren zurückgezahlt werden solle, gab jedoch weder den Wert des Vertrages noch weitere Details bekannt.

Unter Berufung auf vertrauliche Dokumente berichtete die Webseite Disclose, dass Ende April eine Vereinbarung zwischen Kairo und Paris geschlossen worden sei und ein Abkommen am Dienstag besiegelt werden könne, wenn eine ägyptische Delegation in Paris eintreffe.

Dieser Vertrag wäre ein weiterer Schub für das von Dassault hergestellte Kampfflugzeug (AVMD.PA), nachdem im Januar ein 2,5-Milliarden-Euro-Abkommen über den Verkauf von 18 Rafales mit Griechenland abgeschlossen wurde.

Das Abkommen mit Ägypten umfasst Berichten zufolge auch Verträge für den Raketenanbieter MBDA und den Ausrüstungsanbieter Safran Electronics & Defense (SAF.PA) im Wert von weiteren 200 Millionen Euro.

Frankreichs Finanz-, Außen- und Verteidigungsministerium standen zunächst nicht für eine Stellungnahme zur Verfügung.

Benedicte Jeannerod, die Direktorin von Human Rights Watch in Frankreich, gab diesen Waffenhandel sogleich bekannt.

Durch die Unterzeichnung eines Mega-Waffenvertrags mit der Regierung von al-Sisi, während diese die schlimmsten Repressionen seit Jahrzehnten in Ägypten auf ihrem Konto habe und die Ausrottung der Menschenrechtsgemeinschaft, sowie äußerst schwerwiegende Verstöße unter dem Vorwand des Kampfes gegen den Terrorismus begehe, ermutige Frankreich mit dem Mega-Waffendeal nur die rücksichtslose Unterdrückung in Ägypten, sagte Jeannerod gegenüber Reuters.

Laut Disclose wird die Finanzierung dieses Handels bis zu 85 Prozent vom französischen Staat garantiert. BNP Paribas SA, Credit Agricole, Societe Generale und CIC, die den ursprünglichen Deal finanziert haben, unterzeichneten erneut. Auch diese Banken standen für eine Stellungnahme nicht sofort zur Verfügung.

Menschenrechtsorganisationen haben Macron beschuldigt, die Augen vor etwas zu schließen, was ihrer Meinung nach die Verletzung der Freiheiten durch die Regierung von al-Sisi ist.

Französische Offizielle wiesen dies zurück und sagten, Paris verfolge die Politik, Länder nicht offen wegen der Menschenrechte zu kritisieren, um von Fall zu Fall privat wirksamer zu sein.

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