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EU warnt vor Machtübernahme der Taliban in Afghanistan

EU warnt vor Machtübernahme der Taliban in Afghanistan

Die Europäische Union hat die Herstellung eines "dauerhaften Friedens und Stabilität" in Afghanistan gefordert und vor der Machtübernahme durch die Taliban in diesem Land gewarnt.

Wie die Ahlulbayt Nachrichtenagentur ABNA berichtet, Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell äußerte sich am Mittwoch auf Twitter über seine jüngste Reise nach Zentral- und Südasien und seine Treffen mit hochrangigen Regierungsverantwortlichen aus den regionalen Ländern zur Erörterung von Regional- und Sicherheitsfragen.

"Die Herstellung von anhaltendem Frieden und Stabilität in Afghanistan muss ein gemeinsames Ziel und eine gemeinsame Verantwortung für Europa und die internationale Gemeinschaft sein", schrieb Borrell. Er fügte hinzu, dass "ein friedliches und stabiles Afghanistan entscheidend für die Stabilität und Entwicklung der gesamten Region ist".

Borrell stellte fest, die Taliban müssten sich für die Wiederherstellung von Frieden "zu einer Verhandlungslösung verpflichten", während alle betroffenen Parteien, einschließlich der Nachbarländer, der EU und aller internationalen Partner, in ihren Botschaften an die Taliban deutlich machen müssten, dass eine Machtübernahme durch die Gruppe oder Versuche, das "Islamische Emirat" der 1990er Jahre in Afghanistan wiederherzustellen, "für eine Mehrheit der Afghanen, für die Länder der Region und für die internationale Gemeinschaft" inakzeptabel seien.

Der EU-Außenbeauftragte warnte zudem vor den Auswirkungen einer verstärkten Militanz in Afghanistan und schrieb weiter, ein Afghanistan, das "in Chaos versinkt", würde die Region "weiterem Drogenhandel und Verbreitung radikaler Ideologien, sowie Terrorismus und Gewalt aussetzen", was nicht nur die Nachbarn Afghanistans, sondern auch "unsere Sicherheit in Europa beeinträchtigen" würde.

"Die EU unterstützt einen integrativen Friedensprozess in afghanischer Hand und unter afghanischer Führung, der zu einer politischen Verhandlungslösung führt", erklärte er weiter.

Borrell sah auch die Rolle der Nachbarn Afghanistans bei der Lösung dieser Krise als wichtig an und sagte, sie seien in einer "Schlüsselposition, um den Friedensprozess durch konstruktives Engagement und klare Botschaften an die afghanischen Parteien zu unterstützen".

Inzwischen hat Russland auch seine Besorgnis über die Lage in Afghanistan geäußert und die Zusammenarbeit Moskaus mit seinen Partnern und den Nachbarn Afghanistans in Bezug auf die Sicherheitslage im Land bekräftigt.

"Die Lage in Afghanistan ist sehr besorgniserregend. Die Lage in Afghanistan ist uns ein Anliegen", sagte der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch.

Inmitten der verschärften Angriffe in ganz Afghanistan haben die Taliban neue Gespräche mit der Regierung von Kabul aufgenommen.

Die beiden Seiten führten am Wochenende eine weitere Gesprächsrunde in der katarischen Hauptstadt Doha und sagten in einer gemeinsamen Erklärung am späten Sonntag, dass sie sich darauf geeinigt hätten, eine "gerechte Lösung" zu finden und nächste Woche wieder zusammenzukommen.

Anfang dieses Monats fanden auch in Iran Gespräche zwischen den afghanischen Gruppen statt, an denen vier Delegationen teilnahmen, darunter Vertreter der afghanischen Regierung und des afghanischen Parlaments, der Taliban-Vertreter und Prominente Persönlichkeiten, die das republikanische System in dem vom Krieg zerrütteten Land unterstützen.

Iran hat in den letzten Monaten wiederholt seine Unterstützung für Maßnahmen zur Herstellung des Friedens in Afghanistan zum Ausdruck gebracht.

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