?>

Deutscher Außenminister Maas warnt vor Bürgerkrieg in Myanmar

Deutscher Außenminister Maas warnt vor Bürgerkrieg in Myanmar

Angesichts des Militärputsches und der anhaltenden Gewalt in Myanmar hat der deutsche Bundesaußenminister Maas vor der Gefahr eines Bürgerkriegs in diesem südostasiatischen Land gewarnt.

Wie die Ahlulbayt Nachrichtenagentur ABNA berichtet, Der SPD-Politiker sagte am Sonntag den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, die Militärs hätten das Land innerhalb weniger Wochen an den Rand einer Katastrophe getrieben.

Er ergänzte: "Niemand in der Region kann ein Interesse haben, dass Myanmar im Bürgerkrieg versinkt - auch diejenigen nicht, denen es nicht um die Rettung der Demokratie geht."

"Alle Akteure" müssten jetzt "den Druck auf das Regime erhöhen, damit es endlich auf die Gesprächsangebote der Partner im Staatenbund Asean eingeht", forderte Maas. 

Unter dem Vorwand des Wahlbetrugs bei der Parlamentswahl im November 2020 entmachtete das Militär in Myanmar am 1. Februar die Spitzen der zivilen Regierung, darunter Regierungschefin Aung San Suu Kyi und setzte sie fest.

Nach der Machtübernahme wurde die Regierung neu zusammengestellt. Das elfköpfige Kabinett besteht nur noch aus Generälen und ehemaligen hochrangigen Soldaten sowie Politikern einer vom Militär gestützten Partei.

Seit dem Militärputsch gehen die Sicherheitskräfte in Myanmar mit großer Brutalität gegen Demonstranten vor, die die Freilassung und Wiedereinsetzung von Aung San Suu Kyi und weiterer Regierungsmitglieder fordern.

Die myanmarische Menschenrechtsgruppe AAPP bezifferte die Zahl der seit Beginn der Proteste von Polizisten oder Soldaten getöteten Demonstranten auf 557. Mindestens 2658 Zivilisten befinden sich demnach im Gewahrsam der Behörden.

Indes sorgen sich die Vereinten Nationen auch um das Schicksal der Rohingya. Die UNO schätzen, dass sich etwa 120.000 Angehörige der muslimischen Minderheit in Lagern mit extrem schlechter Versorgung und Zugang zu Bildung aufhalten. «Wir befürchten, dass die Ereignisse die Situation für sie verschlimmern könnten», sagte UNO-Sprecher Stéphane Dujarric vor kurzem.

Die myanmarische Armee hat in den letzten Jahren Tausende Rohingya im Bundesstaat Rakhine massakriert und viele in die Flucht getrieben. 

342/


Posten Sie Ihre Kommentare

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet

*