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Deutsche Diplomaten sollen nach Afghanistan zurückkehren

Deutsche Diplomaten sollen nach Afghanistan zurückkehren

Nachdem bekannt gegeben wurde, dass die EU beabsichtigt, ihre diplomatische Vertretung in Afghanistan innerhalb eines Monats wiederzueröffnen, plant nun Deutschland als erstes EU-Land Schritte für einen veränderten Umgang mit der Taliban-Regierung.

Wie die Ahlulbayt Nachrichtenagentur ABNA berichtet, So solle der deutsche Botschafter Markus Potzel in den nächsten Wochen nach Afghanistan reisen, berichtete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Regierungskreise. Vor Ort wolle er mit den Taliban Möglichkeiten erörtern, wie deutsche Diplomaten zunächst im Rahmen von Tagesreisen wieder in Afghanistan aktiv werden könnten.

Zuvor hatte die EU-Sprecherin Nabila Massrali bekannt gegeben, die Eropäische Union beabsichtige ihre diplomatische Vertretung in Kabul in etwa einem Monat eingeschränkt wiederzueröffnen. Der Schritt bedeute aber nicht, dass man die derzeitige Regierung offiziell anerkenne, sagte sie.

Ahmadullah Wasiq, der stellvertretende Sprecher der Taliban, bezeichnete die EU-Entscheidung als positiv und einen guten Schritt zu Gunsten Afghanistans und der EU.

Die Europäische Union hat im vergangenen August alle ausländischen Delegationsmitarbeiter und ihre Familien aus Afghanistan zurückgeholt.

Auch die deutsche Bundesregierung hat seit Ende August keine Diplomaten mehr in Afghanistan.

Als ein Nato-Mitgliedsstaat beteiligte sich Deutschland nach den Anschlägen vom 11. September 2001 an der US-Invasion in Afghanistan und entsandte Turppen in das Land.

Die USA und ihre Verbündeten mussten aber nach einer 20-jährigen gescheiterten Militärpräsenz ihre Soldaten aus Afghanistan abziehen. Ihr Feldzug führte nur zur Ausbreitung von Terrorismus, Krieg, Gewalt und Instabilität, was den Tod von Zehntausenden von Menschen in diesem Land verursachte.

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