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Der 16. Juni 2021 in Genf und der 22. Juni 1941 : können die USA auch Frieden?

Der 16. Juni 2021 in Genf und der 22. Juni 1941 : können die USA auch Frieden?

Der Spitzenkandidat der Unionsparteien spricht aus gutem Grund davon, anderen Staaten und Völkern gegenüber stets eine Politik der "ausgestreckten Hand" praktizieren zu sollen

Wie die Ahlulbayt Nachrichtenagentur ABNA berichtet, Von: Willy Wimmer Staatssekretär a.D.

Das wäre sträflich, obwohl man bei Wortmeldungen zu unseren Beziehungen zum heutigen Russland aus der derzeit in Berlin verantwortlichen Regierungskoalition genau diesen Eindruck gewinnen muss. Dabei kann man in Berlin auch Vertreter von Oppositionsparteien durchaus hinzunehmen. Allgemein besteht der Eindruck, dass man seinen Laschet in der CDU/CSU nicht verinnerlicht hat. Der Spitzenkandidat der Unionsparteien spricht aus gutem Grund davon, anderen Staaten und Völkern gegenüber stets eine Politik der "ausgestreckten Hand" praktizieren zu sollen. 

Wenn die beiden Daten in der Geschichte und für die Zukunft nicht so eng beieinanderliegen würden, könnte man den Zusammenhang glatt übersehen. Das wäre sträflich, obwohl man bei Wortmeldungen zu unseren Beziehungen zum heutigen Russland aus der derzeit in Berlin verantwortlichen Regierungskoalition genau diesen Eindruck gewinnen muss. Dabei kann man in Berlin auch Vertreter von Oppositionsparteien durchaus hinzunehmen. Allgemein besteht der Eindruck, dass man seinen Laschet in der CDU/CSU nicht verinnerlicht hat. Der Spitzenkandidat der Unionsparteien spricht aus gutem Grund davon, anderen Staaten und Völkern gegenüber stets eine Politik der "ausgestreckten Hand" praktizieren zu sollen. Das war das Motto des russischen Präsidenten Putin schon bei seiner berühmten Rede im Plenum des Deutschen Bundestages im Jahre 2001. Allerdings musste Präsident Putin in der zeitlichen Abfolge erleben, wie nachdrücklich im transatlantischen Interesse diese ausgestreckte Hand schnöde verschmäht werden sollte.

Herr Dr. Laschet muss nicht nur in seinen eigenen Reihen erleben, wie die transatlantischen Netzwerke das politische Berlin dominieren und die öffentliche Meinung stramm im Griff haben. Oft drängt sich in Berlin und über Berlin hinaus der öffentliche Eindruck in der Sache und in der Art und Weise von Einlassungen auf, dass "Alfred Rosenberg° mit seinem "Drang nach Osten" im heutigen Berlin insgeheim Mentor einer der strategisch eingesetzten "Nicht-Regierungsorganisationen" im Wirken gegen Russland und vor allem seinem Präsidenten geworden sein könnte. Ging es Rosenberg seinerzeit beim Lebensraum um Getreide und Landraub, steht man heute Gewehr bei Fuß, um "Lebensraum für westliche Lebensentwürfe" gegen den Willen der betroffenen

Völker auf vor allem Russland zu übertragen. Hat man sich in Berlin und dort, wo quislinghaftes Verhalten Bestandteil der westlichen Tagesordnung einmal seit 2001 gefragt, ob nicht die westliche Politik der Zerstörung der Charta der Vereinten Nationen und des Völkerrechtes in anderen Staaten, darunter Russland und China, der Grund dafür gewesen ist, dass die betroffenen Staaten in eine Verteidigungsstellung gegangen sind, die innenpolitisch gravierende Auswirkungen gehabt haben. Und dass diese innenpolitischen Auswirkungen genau im Zielvisier derjenigen im "Werte-Westen" gewesen sind, als man den eisernen Ring versuchte um Russland und jetzt um China zu legen?

Das ist doch alles nicht neu, wie wir gerade in Deutschland wissen. Um sich Staaten, die wegen der Leistungsfähigkeit ihrer Systeme oder wegen der Potentiale in der Zusammenarbeit mit anderen als Mitbewerber austuschließen, hat man seit der Gründung des Deutschen Reiches 1871 alles unternommen, Deutschland und Russland gegeneinander zu treiben. Das Ende des Ersten Weltkrieges wurde in Versailles 1919 genutzt, die Lunte für den Zweiten Weltkrieg zu legen. Darauf haben Professor Dr. Alexander Sosnowski und ich in unserem Buch: "Und immer wieder Versailles" hingewiesen. Die gegen Deutschland und vor allem Österreich-Ungarn gerichteten Kriegsziele waren darauf gerichtet, potentielle Freunde zu historischen Gegnern werden zu lassen. Dazu zählt vor allem die Beziehung, die das kaiserliche Deutschland zur jüdischen Welt unterhielt und die von beinahe grenzenloser Zusammenarbeit, wie sie zu Russland bestand. Heute muss man davon ausgehen, dass die gegen die Mittelmächte Deutschland und Österreich-Ungarn gerichteten Kriegsziele exakt darauf gerichtet gewesen sind, neben der endgültigen Niederlage  u. a. Deutschland als Faktor in den Beziehungen zur jüdischen Welt für die Zukunft ebenso auszuschließen, wie aus jemals wieder guten Beziehungen zu Russland. Diese Lage wird noch dadurch ins geradezu Unerträgliche gesteigert, dass die deutschen Konsequenzen gegenüber der jüdischen Welt nicht im Ansatz gegenüber dem heutigen Russland an den Tag gelegt werden und zwar aus innerer Überzeugung. In der Welt von Willy Brandt, Helmut Schmidt und Helmut Kohl wären die unerträglichen Aussageneines Dr. Norbert Röttgen allerdings auch nicht vorstellbar gewesen.

Genf, am 16. Juni 2021, wird die amerikanische Antwort auf die Frage sein, ob die angelsächsische Politik ab 1871 gegenüber Deutschland und Russland den Weg zurück zur Charta der Vereinten Nationen als der einzigen Grundlage für globale Zusammenarbeit findet oder der "Kampf-Westen" die Welt vor sich herzutreiben versuchen wird? Man kann das Klima der Welt nicht retten, wenn das Zündeln mit dem Krieg nicht aufhört.

Die Meinung des Autors/Ansprechpartners kann von der Meinung der Redaktion abweichen. Grundgesetz Artikel 5 Absatz 1 und 3 (1) „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“

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