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Bei neuem Aufflammen im Berg-Karabach-Streit sind drei armenische Soldaten getötet worden

Bei neuem Aufflammen im Berg-Karabach-Streit sind drei armenische Soldaten getötet worden

Drei armenische Soldaten sind bei einem grenzüberschreitenden Schusswechsel mit aserbaidschanischen Streitkräften in Berg-Karabach ums Leben gekommen, wo seit November letzten Jahres ein Waffenstillstand zwischen Armenien und Aserbaidschan besteht.

Wie die Ahlulbayt Nachrichtenagentur ABNA berichtet, Armeniens Verteidigungsministerium teilte mit, dass am Mittwoch um 8.30 Uhr (04:30 GMT) bei einem Schusswechsel, der in den frühen Morgenstunden begann, drei armenische Soldaten getötet und zwei verletzt worden seien.

Das armenische Außenministerium machte Aserbaidschan für das Aufflammen verantwortlich. "Die aserbaidschanische Seite eskaliert die Situation absichtlich, da ihre Truppen illegal auf dem Hoheitsgebiet Armeniens geblieben sind", hieß es.

Als Reaktion darauf teilte das aserbaidschanische Verteidigungsministerium mit, die Truppen hätten auf sogenannte "Provokationen" reagiert, die von armenischer Seite gegen aserbaidschanische Stellungen in Kalbajar eingeleitet worden seien. Darin hieß es, zwei aserbaidschanische Soldaten seien verwundet worden.

"Armenien trägt die volle Verantwortung für die Eskalation der Spannungen", erklärte das aserbaidschanische Verteidigungsministerium.

Es hieß weiter, dass Aserbaidschan zugestimmt habe, den Waffenstillstand ab 10:00 Uhr Ortszeit (0600 GMT) wieder aufzunehmen, dass die armenischen Streitkräfte ihre Stellungen jedoch weiterhin mit Panzern und Mörsern beschossen hätten.

Dennoch berichtete die russische Nachrichtenagentur Interfax am Mittwoch, die armenische und die aserbaidschanische Seite hätten sich bereit erklärt, den Waffenstillstand wieder aufzunehmen.

Armenien und Aserbaidschan führten von Ende September bis Anfang November letzten Jahres sechs Wochen lang einen tödlichen Krieg um die Region Berg-Karabach und sieben umliegende Bezirke. Russische Vermittlung beendete diesen Krieg, und bis zur Schießerei am Mittwoch galt ein Waffenstillstand, der Besorgnis über eine mögliche Wiederaufnahme des bewaffneten Konflikts aufkommen ließ.

Bis zum Ende des Krieges im vergangenen Jahr waren über 5.000 armenische und aserbaidschanische Soldaten getötet oder wurden vermisst.

Russland hat rund 2.000 Friedenstruppen in die Konfliktzone entsandt, um den Waffenstillstand zu überwachen.

Der tief verwurzelte territoriale und ethnische Streit zwischen Armenien und Aserbaidschan, die im Südkaukasus liegen, dauert seit Jahrzehnten an.

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