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Bangladesch schickt weitere Rohingya-Muslime auf abgelegene Insel

Bangladesch schickt weitere Rohingya-Muslime auf abgelegene Insel

Bangladesch hat damit begonnen, weitere muslimische Rohingya-Flüchtlinge in eine umstrittene Einrichtung auf einer abgelegenen Insel zu schicken.

Wie die Ahlulbayt Nachrichtenagentur ABNA berichtet, Der stellvertretende Flüchtlingskommissar des Landes, Moozzem Hossain, sagte der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch, dass diese Woche 2.000 Rohingya auf die Insel Bhashan Char verlegt würden.

"Marineschiffe werden sie am Donnerstag auf die Insel bringen", sagte er.

Die Flüchtlinge, die umgesiedelt werden, gehören zu den mehr als 730.000 Rohingya-Muslimen, die vor dem Völkermord im Rakhine-Staat in Myanmar geflohen sind.

Hossain behauptete, alle Umsiedlungen seien völlig freiwillig, aber mehrere Flüchtlinge sagten, sie seien gezwungen, auf die überschwemmungsgefährdete Insel umzuziehen.

Laut einem Anführer der Rohingya-Gemeinde forderten die Behörden von Bangladesch ihn und seine Kollegen auf, Listen mit mindestens fünf Familien vorzulegen, die umgesiedelt werden sollten, berichtete AFP.

Human Rights Watch (HRW) sagte am Dienstag ebenfalls, dass die Anführer der Rohingya gezwungen werden, die Bewohner des Lagers davon zu überzeugen, auf die abgelegene Insel zu ziehen. HRW forderte Dhaka auf, weitere Umsiedlungen einzustellen, bis es den Flüchtlingen die Bewegungsfreiheit garantieren könne.

Bangladesch hat auf der Insel ein Netzwerk von Unterkünften errichtet, um 850.000 Rohingyas umzusiedeln, die in engen Lagern in Cox's Bazar nahe der Grenze zu Myanmar untergebracht sind.

Tausende von Rohingya-Muslimen wurden hauptsächlich zwischen November 2016 und August 2017 von myanmarischen Soldaten und buddhistischen Banden getötet, verletzt, willkürlich festgenommen oder vergewaltigt.

Die Rohingya werden in Myanmar weithin als illegale Einwanderer angesehen, denen das Recht auf Staatsbürgerschaft verweigert wird. Auch Bangladesch verweigert ihnen die Staatsbürgerschaft.

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