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Algeriens Präsident: Frankreichs Gräueltaten können nicht vergessen werden

Algeriens Präsident: Frankreichs Gräueltaten können nicht vergessen werden

Der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune hat die abscheulichen Massaker an der algerischen Bevölkerung durch französische Besatzungstruppen im Jahr 1945 kritisiert.

Wie die Ahlulbayt Nachrichtenagentur ABNA berichtet , "Die abscheulichen Massaker, die während der französischen Kolonialzeit in Algerien begangen wurden, können nicht vergessen werden", sagte Tebboune in einer Botschaft anlässlich des 77. Jahrestages des Massakers vom 8. Mai 1945.

Er fügte hinzu, dass die am 8. Mai in algerischen Städten begangenen Gräueltaten tief im kollektiven Gedächtnis Algeriens verwurzelt sind. 

"Die Akten dieser Zeit werden ohne Feilschen um einen Deal untersucht", betonte er. 

Im Mai 1945 ermordete die französische Armee in Sétif Guelma und Kherrata östlich von Algier algerische Demonstranten, die die Unabhängigkeit ihres Landes forderten. Schätzungen zufolge wurden bis zu 45.000 Algerier von den französischen Kolonialherren massakriert.  

Seit Jahren fordert Algerien von Frankreich, seine Kolonialverbrechen einzugestehen, sich dafür zu entschuldigen und Wiedergutmachung zu leisten. Paris hat sich nie offiziell bei Algerien für seine Kolonialpolitik entschuldigt und behauptet, es wolle die Vergangenheit vergessen und in die Zukunft schreiten.

Seit Oktober 2021 herrscht eine diplomatische Krise zwischen Algerien und Frankreich. Algerien hat seinen Botschafter aus Paris zurückberufen. Der Schritt erfolgte als Reaktion auf Äußerungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der die Würde der Algerier verletzt und die provokante Frage gestellt hatte, ob Algerien vor der Kolonialisierung der Franzosen überhaupt eine Nation gewesen sei.

Im Oktober 2021 behauptete der französische Präsident, sein Land habe vor 60 Jahren die Demonstrationen in Algerien brutal, gewaltsam und blutig niedergeschlagen, wobei etwa 12.000 Algerier festgenomen, eine große Anzahl verletzt und zig Menschen getötet wurden.

In diesem Zusammenhang verurteilte die algerische Armee Ende 2021 die französische Kolonialpolitik und bekräftigte, dass es keinen Unterschied unter den französischen Politikern gebe.

Algerien war 132 Jahre lang unter französischer Kolonialherrschaft. Der algerische Unabhängigkeitskrieg dauerte von 1954 bis 1962 und hinterließ mehr als 1,5 Millionen Tote. Der Aufstand der Unabhängigkeitskämpfer wurde heftig unterdrückt.

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