Iravani betonte, dass Grossis Reaktion auf der Pressekonferenz nach Beginn der Sitzung des Gouverneursrates am 9. Juni 2025, als er mit den expliziten israelischen Drohungen gegen die unter Sicherungsmaßnahmen stehenden iranischen Atomanlagen konfrontiert wurde, sich lediglich auf die angeblichen "Bedenken" Israels bezog, die angeblich berücksichtigt werden sollten. Er vermied es jedoch bewusst, auf die verbindlichen Verbote im Völkerrecht und die ausdrücklich in den Resolutionen der Generalkonferenz der IAEA GC(34)/RES/533 und GC(44)/RES/444 genannten Bestimmungen einzugehen. Diese Resolutionen verbieten ausdrücklich jede Drohung oder Anwendung von Gewalt gegen Atomanlagen, die friedlichen Zwecken dienen. Iravani sah dieses bewusste Versäumnis als ein klares Beispiel für die Nichterfüllung verbindlicher Rechtsgrundsätze im Zuständigkeitsbereich des Generaldirektors.
Der iranische Botschafter bei den Vereinten Nationen erklärte auch, dass das Verhalten des Generaldirektors der IAEA nach der Aggression durch das israelische Regime deutlich und kontinuierlich eine Unfähigkeit zur Einhaltung der Anforderungen an Neutralität, Objektivität und Professionalität aufzeigt. In einer Erklärung, die Grossi am 16. Juni 2025 auf der Sitzung des Gouverneursrates abgab, wurde das israelische Regime weder als die für diese Aggression verantwortliche Partei identifiziert, noch wurde eine Verurteilung des illegalen Angriffs auf die unter Sicherungsmaßnahmen stehenden Atomanlagen ausgesprochen, obwohl Israel öffentlich erklärte, diese Aktionen fortzusetzen.
Iravani betonte, dass ein solches Versäumnis bei der Zuweisung von Verantwortung und die Weigerung, eine Verurteilung auszusprechen, eine Verletzung der Verpflichtung der IAEA zur Wahrung der Integrität ihres Sicherungssystems darstellt und die grundlegenden Prinzipien des globalen Nichtverbreitungsregimes untergräbt. Er erklärte, dass das anhaltende Schweigen und die Untätigkeit des Generaldirektors angesichts dieser Verstöße praktisch einer Komplizenschaft durch Unterlassung bei aggressiven Handlungen gleichkommen, die in der Geschichte der IAEA beispiellos sind.
In dem Schreiben verwies Iran auch auf das frühere Fehlen einer Reaktion des Generaldirektors auf Israels illegale und destabilisierende Handlungen, einschließlich der beispiellosen Drohung des Regimes, Atomwaffen gegen die Zivilbevölkerung in Palästina und Gaza einzusetzen. Im Gegensatz dazu hat der Generaldirektor stets einen politisierten, selektiven und diskriminierenden Ansatz gegenüber der Islamischen Republik Iran verfolgt.
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