Ayatullah Imani: Ayatullah Chorassani verbietet öffentliches Verfluchen und Tatbir

  • News Code : 761902
  • Source : offenkundiges
Brief

Die analytische Nachrichtenseite Fetan.ir veröffentlichte ein Video, in dem der Großayatullah Wahid Chorassani höchstpersönlich öffentliches Verfluchen (La’n) verbietet – entgegengesetzt zu dem, was sein eigenes Büro über die Meinung Ayatullah Chorassanis verbreitet.

Die analytische Nachrichtenseite Fetan.ir veröffentlichte ein Video, in dem der Großayatullah Wahid Chorassani höchstpersönlich öffentliches Verfluchen (La’n) verbietet – entgegengesetzt zu dem, was sein eigenes Büro über die Meinung Ayatullah Chorassanis verbreitet. Das Büro schreibt zwar auf der Website des Großayatullahs, dass jegliche Nachrichten außerhalb der offiziellen Seite ungültig seien. Doch diese Aussage verliert ihren Wert spätestens dann, wenn man die Aussage aus dem Mund des Großayatullahs selbst hört, die der „offiziellen“ Antwort widerspricht.

Daraufhin erreichte Fetan die Nachricht, dass Ayatullah Wahid Chorassani Tatbir ebenfalls verbiete. Nachdem diese Nachricht sich festigte und weil das Büro des Großayatullahs ein Interview und eine Filmaufnahme nicht zuließ, war Fetan.ir gezwungen ein spezielles Interview mit Ayatullah Faqih Imani (dem Vertreter der Maradschi’ in Isfahan) über das Verbot von Tatbir der Großgelehrten Ayatullah Wahid Chorassani, Ayatullah Sistani und Ayatullah Na’ini zu führen und somit eine weitere Zensur der eigentlichen Meinung dieser Großgelehrten aufzudecken.

Das Büro des Großgelehrten Wahid Chorassani lässt die Verbreitung dieser Meinungen nicht zu und propagiert gleichzeitig sehr stark, dass die Meinung des Großayatullahs über öffentliche La’n und Tatbir positiv wäre. Sein Büro hat in der Vergangenheit auch Nachrichten wie das Treffen von Regierungsbeauftragten mit Ayatullah Wahid Chorassani, seine Empfehlung zur islamischen Einheit während seines Unterrichts, das Telefonat und damit das Nachfragen nach der Gesundheit von Ayatullah Mahdavi Kani, das Treffen seines Vertreters und Sohnes mit dem Oberhaupt der Revolution, sein Verbot der Verfluchung der Kalifen in der Mitte seines Charidsch-Unterrichts und viele andere Ereignisse immer wieder zurückgehalten und ihre Veröffentlichung blockiert. Jeder, der Persisch versteht, sollte sich dazu das Archiv von Fetan.ir durchsehen. Diese Zensur durch das Büro eines schiitschen Mardscha wirklich sehr verwunderlich.

Das Beispiel mit dem öffentlichen La’n aus dem Munde des Großayatullahs selbst kann man hier bezeugen (siehe auch das Video mit deutschen Untertiteln unter diesem Artikel): https://www.youtube.com/watch?v=svFA6W3PU7Q

Es folgt die Übersetzung des Interviews vom 30. Oktober 2015 mit Ayatullah Faqih Imani, dem Vertreter der Maradschi’ in Isfahan.



Fetan:
Die Beweisführung des Büros von Ayatullah Wahid Chorassani zur Legitimation von Tatbir lautet, dass Ayatullah Na’ini Tatbir erlaubte und Ayatullah Wahid Chorassani ebenfalls als Befolger seiner Anordnung Tatbir als empfohlen (mustahab) ansieht. Was ist ihre Ansicht diesbezüglich?

Ayatullah Faqih Imani: Zuallererst möchte ich sagen, dass Ayatullah Wahid Chorassani eine große Persönlichkeit von hohen Stufen ist. Was er von Ayatullah Na’ini überlieferte, ist, dass als die Feinde die Trauerzeremonien aufheben wollten, damit keine Spur von der Religion und dem Namen von Imam Hussein (a.) bleibt, und zum Erreichen dieses Zieles Veranstaltungen organisierten, in denen Frauen sich aufführten (Tanz ohne Hidschab), damit die Jugendlichen sich durch solche Veranstaltungen amüsierten und die religiösen Veranstaltungen vergaßen, der Großayatullah Na’ini (r.) sprach, damit die religiösen Werte nicht verloren gingen, es gäbe es kein Problem damit Tatbir zu vollziehen, solange bis die Atmosphäre, die damals vorherrschte, sich ändern würde.

Ayatullah Wahid Chorassani hatte ebenfalls diese Meinung. Deshalb reist nach Qum und setzt euch neben ihn und fragt ihn, ob er Tatbir als erlaubt ansehen würde. Er wird antworten: Nein, da die Umstände der Zeit sich geändert haben.

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Interview von Fetan mit Ayatullah Imani

Fetan: Sie unterstützen persönlich also die Aussage, dass Ayatullah Wahid Chorassani Tatbir für verboten erklärt hat?

Ayatullah Imani: Ja, da in dieser Ära die Feinde des Islams nach einem Vorwand suchen, um das Ansehen der Schia in der Welt zu schädigen. Wir müssen darauf achten, von Taten Abstand zu nehmen, die das Ansehen der Schia zerstören. Einer der Personen, die sehr darauf bedacht sind den Charakter und das Ansehen des Islams zu wahren, ist Ayatullah Wahid Chorassani. Wir sagen aber noch einmal: Geht und setzt euch neben ihn und seht, wie er Tatbir ablehnt. Ich selbst habe meinen Vertreter zu Ayatullah Wahid Chorassani geschickt und er sprach zu meinem Vertreter, dass entsprechend der heutigen Umstände Tatbir verboten (haram) sei. Es ist möglich, dass sein Büro euch eine Antwort mit Hinzufügungen oder Auslassungen übermittelt.

Fetan: Diejenigen, die behaupten Tatbir sei erlaubt, sagen, das Ayatullah Sistani ebenfalls eine Anordnung erlassen hätte, die Tatbir erlaubte. Was ist Ihre Meinung als Vertreter der Maradschi’ in Isfahan?

Ayatullah Imani: Ayatullah Sistani hat ebenfalls Tatbir für verboten (haram) erklärt, und Worte, die von seiner Seite aus Tatbir für erlaubt erklären, sind nicht authentisch.

Fetan: Wie sind Sie zu der Meinung gelangt, dass Ayatullah Sistani Tatbir verbieten würde?

Ayatullah Imani: Mein Neffe ist sein Schwiegersohn. Ich habe ihn zu ihm geschickt und auch er sagte, dass er wie Ayatullah Wahid Chorassani sprach: Tatbir ist verboten (haram).


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