Wölfe im Schafspelz

  • News Code : 757784
  • Source : offenkundiges.de
Brief

Es gehört zum soft war (weichen Krieg) des Westens die Muslime stets mit perfideren Methoden vom geraden Weg, insbesondere vom Weg der Islamischen Revolution abzubringen.

Es gehört zum soft war (weichen Krieg) des Westens die Muslime stets mit perfideren Methoden vom geraden Weg, insbesondere vom Weg der Islamischen Revolution abzubringen.

Die Muslime sollen sich weder mit der Wahrheit, oder mit Recht und Unrecht, noch mit ihren wahren Feinden beschäftigen. Ihre Aufmerksamkeit soll einzig und allein auf ihre eigenen Bedürfnisse und auf einen künstlich geschaffenen Feind bzw. auf Symptome gerichtet sein, nicht aber auf die wahren Ursachen ihrer Probleme.

Teile und Herrsche heißt das Prinzip, das auch vor den Reihen gläubiger Schiiten nicht halt macht. Auf der einen Seite versucht man auch bei Schiiten, wie bei allen anderen Muslimen, eine Art Islam light zu etablieren. ‚Bete und faste, aber sei cool, folge den neuesten Trends, vermische westliche Mode mit deinem Hijab, oder als Mann mit deinem Bart oder deiner Frisur. Sei cool, locker und offen.

Homosexualität? Ja, vielleicht nichts für dich selbst, aber wenn andere das wollen, dann ist es ihre Entscheidung. Sie schaden ja niemandem. Das andere Geschlecht bei der Begrüßung umarmen oder dem anderen Geschlecht die Hand geben? So macht man das halt hier, alle machen es so, warum ich nicht auch. Schminken, Shisha rauchen, und auf Hochzeiten tanzen? Man wird ja wohl noch ein bisschen Spaß im Leben haben dürfen. Politik? Langweilig. Spiritualität? Da muss man ja strenggläubig sein.‘

Der andere Weg ist der des Extremismus: ‚Alle Nichtschiiten sind keine richtigen Muslime. Islamische Einheit?! Doch nicht mit Leuten, die uns verraten und ermorden! Israel und USA sind nicht unsere wahren Feinde, unsere wahren Feinde sind der IS, Salafisten, Wahabiten und Sunniten eigentlich auch! Der Prophet wurde ermordet, und jetzt ermorden sie uns! Der Iran und „Chamenei“ sind doch Verräter! Richtige Trauer um Imam Hussein geht nur mit Tatbir, und wer Tatbir verbietet, ist ein Verräter!‘

Der Westen und deren Unterstützer in der islamischen Welt bringen solche säkularen bzw. dekadenten oder auch extremistischen Gedanken und Handlungsweisen auf verschiedene Arten in die schiitische Community ein. Mal offen und direkt durch Leute wie Yassir Habib, Allahyari oder „Brother Tauhidi“ (Extremisten), mal etwas weniger direkt mit Leuten wie Sadik Schirazi (Extremist), mal viel unterschwelliger durch Stärkung bestimmter Einzelpersonen oder Gruppen, die sich gesellschaftlich oder politisch engagieren, wie z.B. bei einer Gruppe wie 12thMemoRise, in den Medien.

Die Gruppe 12thMemoRise vermischt säkulare Ansichten und extremistische Ansichten.. Sie geben sich auf der einen Seite jung, weltoffen, locker, cool, modern, den Islam reformieren wollend, teils unpolitisch, teils politisch. Auf der anderen Seite vertreten sie sehr extreme Ansichten, wie z.B. die Auffassung, dass die Werke der Sunniten die Grundlage für den IS seien (dies wurde bereits hier erörtert), oder dass der Prophet des Islam ermordet wurde. Sie befinden sich damit auf der Linie der zuvor genannten Extremisten, was hier bereits erklärt wurde.

Das Gefährliche an einer Gruppe wie 12thMemoRise ist ihre Indirektheit, die unterschwellige Suggerierung ihrer zentralen Ansichten und Thesen. Diese lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  1. Die Gruppe vermeidet jegliche offene Stellungnahme oder Kritik an Israel. Zu Palästina äußern sie sich offensichtlich nicht, und schon gar nicht solidarisch. Die westlichen Medien haben dies erkannt und pushen die Gruppe offenbar auch deswegen umso mehr. Hieran erkennt man, dass sie sich nicht mit dem zentralen Feind der Muslime beschäftigen und junge Muslime vielmehr dazu animieren sich mit Lakaien dieses Feinde bzw. mit Produkten des Imperialismus und Zionismus zu beschäftigen, deren viel gefährliche Urheber aber außer Acht zu lassen.
  2. Sie folgen politischen Ansichten des Mainstream, z.B. auch der These, dass 9/11 kein Inside Job war, sondern tatsächlich im Alleingang von sog. Al Qaida-Terroristen durchgeführt wurde.In Sachen IS betrachten sie wie der Mainstream nur den IS an sich, vielleicht noch Saudi-Arabien, aber erklären zumindest nach Außen hin nicht deutlich genug, dass die USA bis zum Hals mit drin stecken. An diesen Aspekten erkennt man deren Treue zum Mainstream und das Vermeiden von Hinterfragungen.
  3. Die Gruppe schreibt zu Iran Dinge wie „wir stehen der iranischen Politik kritisch gegenüber“ oder „wir kritisieren Unrecht in Saudi-Arabien und im Iran“ u.a. Beide Aussagen sind teils inhaltsleer, teils unkonkret. Was bedeutet denn die erste Aussage konkret? Die Gruppe lässt dies offen, denn sie vermeidet eine offene Diskussion über ihre wahren Ansichten zum Iran bzw. zur „iranischen Politik“. Und die zweite Aussage? Stehen Saudi-Arabien und Iran auf einer Stufe? Sie verneinen dies zwar, aber dennoch machen sie eine solch fragwürdige Aussage. Diese beiden Sätze zeigen sehr deutlich, dass ihre Haltung zu Iran sehr gefährlich ist. Nicht selten verbirgt sich hinter „kritisch“ klare Ablehnung und Feindschaft. Und unterschwellig vermitteln sie bei ihren Anhängern eine ähnliche Haltung.
  4. Die Leiter der Gruppe bezeichneten Imam Chamenei vermeintlich abfällig als „Briefeschreiber“, der (sinngemäß) nichts mache. Sie hätten alleine mit eine bzw. wenigen Aktionen bereits mehr erreicht und seien seinen Worten bereits mit Taten zuvorgekommen usw. Damit greifen Sie Imam Chamenei an, ohne zwingend seinen Namen zu nennen, aber der zeitliche Zusammenhang zur Veröffentlichung seines ersten Briefes machte deutlich, wen sie meinen. Hier wird auch teils offenbar, was sie mit „kritisch gegenüber iranischer Politik“ meinen. Trotz mancher Lippenbekenntnisse stehen sie offenbar nicht auf der Linie der islamischen Revolution. Nein, sie versuchen mit solchen Äußerungen sogar andere von dieser Linie abzubringen bzw. sie machen sich über Imam Chamenei und seine Anhänger lustig und sehen sich als etwas Besseres an. Sie sorgen dafür, dass man seinen klaren und deutlichen Anweisungen kein Gehör schenkt, diese nicht befolgt, und sich die Welt selbst erklärt, und Freund und Feind selbst definiert.
  5. Gerne bezeichnen sie ihre Kritiker, nicht selten Anhänger von Imam Chamenei, als Schafe, die einem Hirten folgen. Sie wollen suggerieren, dass ihre Kritiker keinen eigenen Verstand hätten. Und sie wollen sich damit wieder vermeintlich abfällig gegenüber dem Hirten, womit sie offenbar hauptsächlich Imam Chamenei meinen, äußern. Aber wissen sie denn nicht, dass viele Propheten Hirten waren? Eine solche Bezeichnung zeichnet Imam Chamenei also aus. Und wer ist eigentlich ihr Hirte? Ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse, oder ein anderer als Imam Chamenei, der sich als Gegenpart sieht? Beides wäre sehr problematisch. Wissen sie denn nicht, was Allah im Qur’an über diejenigen sagt, die ihre eigenen Wünsche zum „Hirten“ nehmen oder die einen anderen zum Hirten nehmen, als denjenigen, den Allah für sie vorgesehen hat?
  6. Sie greifen neuerdings offen das Islamische Zentrum in Hamburg, also die Imam Ali Moschee, unter dem Deckmantel der Kritik an. Sie würden nur Fragen stellen, vor allem über dessen angeblich finanzielle Unterstützung aus dem Ausland und die nicht effiziente Verwendung dieser Mittel. Mal abgesehen davon, dass dies alles nicht stimmt – warum ausgerechnet das IZH? – Offenbar weil der Leiter des IZH als Vertreter von Imam Chamenei in Europa bekannt ist. Somit schüren sie wiederum unterschwellig Gefühle der Abneigung gegen den Iran und gegen Imam Chamenei.

Nimmt man all diese Aspekte zusammen, versteht man auch den heutigen Artikel von Bruder Huseyin besser: Sie agieren im Sinne einer islamfeindlichen, einer revolutionsfeindlichen Agenda, bewusst oder unbewusst, wobei letzteres sogar dramatischer wäre. Sie vermitteln die Botschaften dieser Agenda aber nicht offen und direkt, sondern sehr unterschwellig, zwischen den Zeilen, versteckt, aber so, dass Kundige es finden können, und Unkundige in die Irre gelockt werden, unregelmäßig, in Form von kleinen Nadelstichen, ja in Form einer Art medialem Guerilla-Kampf. Das ist ein sehr gefährliches Phänomen und ein sehr perfides Spiel im Sinne der Feinde des Islams und der Feinde der Schia. Umso wichtiger ist es über diese Begebenheiten aufzuklären.

Sie könnten all diese Zweifel ausräumen, aber das tun sie nicht. Nein, kritische Nachfragen werden entweder ignoriert, gelöscht oder abweichend beantwortet, Kritiker gemeinhin mit Begrifflichkeiten wie „Süßer“ oder „Liebste“ wie kleine Kinder verhätschelt, neuerdings sogar als Götzenanbeter beleidigt, sowohl öffentlich als auch privat.

Sie wissen genau, dass jedes klare Bekenntnis, das sie in die Nähe des Iran, der Islamischen Revolution und deren Anhänger bringt, zu einem Absturz in der Gunst der Journalisten führen würde, die sie so sehr pushen, und auch in der Gunst ihrer weitestgehend nichtmuslimischen und sogar islamfeindlichen Unterstützer und Jubeldeutschen.

Sie halten sich für Revolutionäre. Ja, das sind sie. Sie sind innerhalb der jungen Schia-Community revolutionäre des Nutzens unterschwelliger Botschaften. Bisher hat das keiner so gut gemacht wie sie. Hier endet die Liste der Errungenschaften ihrer „Revolution“ aber auch schon.

A propos Schafe und Hirten – sie vergessen immer eine noch dazu gehörende Gruppe zu erwähnen: die Wölfe im Schafspelz, und das sind leider sie selbst, auch wenn sie es nicht sein wollen.

Euer Ali


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