Hasspredigerin der Woche: Sibylle Berg

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Brief

Die Hetze gegen Muslime in Deutschland erreicht in diesem Jahr einen neuen Rekordstand.

Die Hetze gegen Muslime in Deutschland erreicht in diesem Jahr einen neuen Rekordstand. Volker Kauder (Fraktionsvorsitzender der CDU) plant die staatliche Stigmatisierung aller Moscheen, die AfD schwallt jede Woche mit neuen Hetzen hervor – aber der Titel der „Hasspredigerin der Woche“ geht an Sibylle Berg.

Sibylle Berg, 54, Schriftstellerin aus der Schweiz, verfasste in ihrer Kolumne in SPIEGEL Online unter dem Titel „Gebt uns die Hand!“ [1] eine Hasstirade gegen alle Muslime. Thema: der neu aufgebauschte Skandal des „Handschlagverweigerns“. Berg erklärt ihren Lesern, was das für Menschen sind, diese „Handschlagverweigerer“:

Du Handschlagverweigerer, welches (dein Weltbild) dir sagt, dass Frauen ausschließlich als sexuelle Geschöpfe auf der Erde sind, die nur die Aufgabe haben, dich in Versuchung zu führen. Oder dein Kind zu gebären, oder deine Ehre spazieren zu tragen. Die Frauen, die du nicht berühren magst und die von dir auch oft als Autorität nicht akzeptiert werden. Weil du sie ja schützen musst, die kleinen Muschis.

Vergleichsweise harmlos wirkt ihre kollektive Beleidigung aller Muslime, die nicht die Hand dem anderen Geschlecht geben, die sie als „bescheuert“ bezeichnet. Allerdings wären in der Schweiz und in Deutschland Frauen qua Verfassung gleichberechtigt, also sollten unsere „überkommenen religiösen Vorstellungen nicht dazwischen funken“. Berg schließt ihre Kolumne mit einer Drohung:

Gebt uns die Hand, sonst geben wir euch die Verachtung, die wir aus einer nicht dargebotenen Hand lesen, einfach zurück.

Sicher muss eine Schriftstellerin keine Logikerin oder Juristin sein, sicher darf sie ihre Einfalt über Gesellschaft und Religion entblößen, aber diese Hetze, der offene Aufruf zu Spaltung, Verachtung und diese Beleidigungen sind in dieser Form bisher selten.

Berg schwadroniert von „religiös verankerter männlicher Schwäche“, Frauenverachtung und all dem Unsinn, obwohl sie vermutlich erfasst hat, dass auch Muslimas keinem fremden Mann die Hand geben – ist das folglich die typisch muslimische Männerverachtung? Aber es passt besser in die Hetze, wenn man Frauenverachtung ausschlachten kann, Logik spielt keine Rolle.

Sind ihre Leser in der Lage, diese Symmetrie der Berührungsgebote des Islam zu erkennen? Die Kommentare unter ihrer Hetzschrift lassen das nicht erhoffen. Dummheit ist immer der beste Nährboden für Hass, und die Hasspredigerin Berg weiß das. Aber interessanter ist, dass sie kollektiv Muslime beleidigt, verleumdet und zu Verachtung aufruft – „wir“ (Nichtmuslime) gegen „sie“. Ganz ohne Angst vor dem deutschen Gesetz. Dabei definiert der Paragraph 130 (Volksverhetzung), Absatz 1 des Strafgesetzbuches [4]:

Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,

  1. gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert oder
  2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,

    wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

Wenn die Hasspredigt/-kolumne von Berg nicht dazu geeignet ist, was sonst? Und es ist nicht einmal Satire. Muslime verachten niemanden, der entrüstet ist, wenn ihm nicht die Hand gegeben wird, sondern erläutern höflich die Gründe und den tiefen Respekt, den sie damit ihrem Gegenüber ausdrücken. Aber Muslime verachten Menschen, die Bevölkerungsgruppen aufwiegeln und gegeneinander aufhetzen, Frau Berg!

Beim Lesen dieser Abscheulichkeiten und der Heftigkeit ihrer Angriffe auf Muslime vermutete ich sofort, dass diese Frau eine Zionistin sein musste, denn solche Zeilen schreiben für gewöhnlich nur die Verteidiger des grauenhaften Regimes „Israel“. Und tatsächlich: Berg bezeichnet nicht nur Tel Aviv als ihre zweite Heimat [2], sondern sie schreibt auch regelmäßig Artikel in der Zio-Presse Deutschlands, in denen sie „Israel“ und seine Gräueltaten verteidigt. Erst im Januar schrieb sie in der Springerpresse über die „Attentäter von Tel Aviv“ [3] und über die „Angst um unsere Familien“. Zur israelischen Mauer, die Palästinenser wie Tiere gefangen hält, und neben der die DDR-Mauer wie ein Hamsterzaun wirkt, schreibt die gebürtige Ostdeutsche lobend: „Dann wurde die Mauer gebaut. Die von Selbstgerechten, die nicht hier leben, so verdammt wurde.“

Merke: Wenn du extreme Hetze gegen Muslime liest, die sicher den Tatbestand der Volksverhetzung nach dem Strafgesetzbuch erfüllt, aber ebenso sicher niemals verfolgt werden wird, so stecken fast immer Zionisten dahinter.


 

[1] http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/religion-und-demokratie-gebt-uns-die-hand-sibylle-berg-kolumne-a-1089573.html [2] http://www.cicero.de/salon/mit-dem-leben-davongekommen/51397/seite/4 [3] http://www.welt.de/kultur/article150529521/Wir-alle-die-nicht-morden-sind-betroffen.html [4] https://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/stgb/gesamt.pdf

Titelbild von Udo Grimberg – Udo Grimberg, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=14712503

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