Sayyid Hassan Nasrullah: Jemens Blut wird Saudi-Arabien in den Abgrund reißen

  • News Code : 786660
  • Source : offenkudiges.de
Brief

Der Generalsekretär der Hisbullah, Sayyid Hassan Nasrullah, sprach anlässlich des Vorabends zum 10. Muharram 1438 im Sayyid-Al-Schuhada-Komplex in Beirut (Dahiye). Als die Gäste der Veranstaltung Sayyid Hassan persönlich auf die Bühne kommen sahen, stimmten sie ihm zu Ehren ein Lied über den Imam der Umma, Sayyid Ali Chamene’i, an.

Der Generalsekretär der Hisbullah, Sayyid Hassan Nasrullah, sprach anlässlich des Vorabends zum 10. Muharram 1438 im Sayyid-Al-Schuhada-Komplex in Beirut (Dahiye). Als die Gäste der Veranstaltung Sayyid Hassan persönlich auf die Bühne kommen sahen, stimmten sie ihm zu Ehren ein Lied über den Imam der Umma, Sayyid Ali Chamene’i, an.

Im ersten Teil seiner Rede sprach Sayyid Hassan über die aktuelle Situation in Syrien. Er versicherte, dass die US-Amerikaner ihre Unterstützungen der terroristischen Gruppen in Syrien weiterführen würden. Da es den USA nicht gelungen sei, die sogenannten gemäßigten Rebellen der Al-Nusra-Front von anderen terroristischen Gruppen zu separieren, hätten Sie das Abkommen gezielt zum Scheitern gebracht. Es bestehe eine elementare Beziehung, die sämtliche terroristische Gruppen stärke, so der Generalsekretär. Ferner habe Israel prompt protestiert und alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das Abkommen zu vereiteln. Als Grund gibt Sayyid Hassan den Nutzen an, den die gewalttätige Auseinandersetzung für Israel habe. Überdies, um das Morden voranzutreiben, habe die amerikanische Administration mit Hilfe ihrer arabischen Handlanger den Terroristen finanzielle, militärische sowie mediale und politische Hilfe zukommen lassen.

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Widerstandskämpfer im Publikum halten Bilder von Imam Chamene’i in die Kamera

Der Strategie des Feindes kundig, erklärte der Sayyid, dass die USA ihr Interesse an den nördlichen Gebieten Syriens verloren hätten und diese ihren türkischen Verbündeten überließen. Er veröffentlichte Pläne, wonach die USA eine Konzentration der Terroristen im Osten Syriens verfolgten. Das Gebiet erstrecke sich von Ar-Raqqa, Dayr az-Zaur, entlang der irakischen Grenze bis zum jordanisch-syrischen Grenzgebiet. Als Beweis führte er vergangene Aussagen Hillary Clintons sowie militärische Interventionen der USA an. Konkret, als die Terroristen in Fallujah und Al-Anbar große Verluste erlitten und den Rückzug antraten, hätten die US-amerikanischen Streitkräfte einen sicheren Korridor nach Syrien geschaffen, wobei sie die Terroristen zu Luft eskortiert hätten. Er warnte, dass die USA in den bevorstehenden Gefechten um Mosul bestrebt sein würden, Korridore für die Terroristen von Mosul nach Ar-Raqqa und Dayr az-Zaur zu schaffen. Ein wesentlicher Anhaltspunkt dafür sei der militärische Luftschlag auf die syrischen Stellungen in Dayr az-Zaur gewesen. Ziel sei die Übernahme des Gebiets durch IS-Terroristen.

Entgegen jeder Hoffnung sieht Sayyid Hassan auf Seiten der USA kein Interesse an einer politischen Lösung und prognostizierte weitere Spannungen, Eskalationen und Konfrontationen in der Region, was weiterhin viel Geduld und Standhaftigkeit auf dem Schlachtfeld erfordere. Im weiteren Verlauf seiner Rede machte er auf die heuchlerische Politik der saudischen Regierung aufmerksam. Diese bombardierten den Jemen, damit der illegitime Präsident, dessen Legislaturperiode vorüber sei, wieder eingesetzt werde. Auf der anderen Seite knüpften sie an die Friedensverhandlungen in Syrien die Bedingung, einen demokratisch gewählten Präsidenten abzusetzen. Und dies, so Sayyid Hassan, weil die Monarchie ohne Wahlsystem nicht am Frieden in Syrien interessiert sei. Vielmehr sei die saudische Führung am Zerfall Syriens interessiert, was wiederum Israel nütze, da Syrien ein Eckpfeiler des Widerstandes sei.

Sayyid Hassan sprach auch über die humanitäre Situation in Syrien, im Besonderen in Al-Fu’ah und Kifraya, in der nördlichen Idlib-Provinz. Die beiden Orte werden seit Kriegsbeginn belagert. Er machte klar, dass die syrische Regierung zu jedem Zeitpunkt für politische Verhandlungen bereit sei.

Schließlich richtete Sayyid Hassan das Wort an das syrische Militär sowie die Bevölkerung und lobte ihren Mut und ihre Entschlossenheit. Er mahnte sie, diese Tugenden beizubehalten und Syrien nicht in die Hände der Terroristen zu geben, die im Sold von Botschaften und Geheimdiensten stünden.

Anschließend kam er auf die Ereignisse im Jemen zu sprechen. Die Vorstellung, der Jemen hätte innerhalb einiger Wochen zur Kapitulation gezwungen werden können, sei einer arroganten und überheblichen Denkweise der saudischen Führung entsprungen. Saudi-Arabien habe einen schweren Fehler begangen, als sie dachten, die jemenitische Bevölkerung würde nach Kriegserklärung umgehend die Flucht ergreifen. Obwohl der seit eineinhalb Jahren tobende Krieg die gesamte Infrastruktur des Jemens zerstört habe, sei die jemenitische Bevölkerung weiterhin unermüdlich.

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Publikum bei der Ansprache Sayyid Hassans

In diesem Zusammenhang klagte Sayyid Hassan den Westen an, aufgrund finanzieller Gier und politischem Kalkül angesichts der Verbrechen am Jemen zu verstummen. Die millionenschweren Ausgaben der Monarchen für Imagekampagnen, um sich als Hüter des Islams und des Nahen Ostens zu präsentieren, sieht er als nutzlos an. Jeder wisse, dass sämtlicher Terror seinen Ursprung in Saudi-Arabien habe.

Das Massaker, welches Saudi-Arabien in der Hauptstadt Sanaa verübte, sei ein empörender Skandal: Eine Halle, in der eine Trauerzeremonie abgehalten wurde, wurde durch Kampfflugzeuge bombardiert. Das Königshaus verweigere eine internationale Untersuchung des Vorfalls, so Sayyid Hassan. Ebenso untersage die saudische Führung den Verwundeten die Ausreise zur medizinischen Behandlung und erlaube auch keine medizinische Versorgung vor Ort. Dennoch ist der Generalsekretär der Meinung, dass das Massaker als eine Gelegenheit zum Ende dieses Krieges genutzt werden sollte. Um das Blutvergießen zu stoppen, müsse die saudische Führung wieder zu Sinnen kommen und von der Hoffnungslosigkeit ihres Vorhabens überzeugt werden. Andernfalls wird dieses Blut sie in einen historischen Abgrund reißen, so der Sayyid.  

Abschließend sprach Sayyid Hassan Nasrullah über die Ereignisse von Karbala, im Besonderen über die Standhaftigkeit der Gefährten Imam Husseins (a.). Er versicherte die Standhaftigkeit des libanesischen Widerstandes und der Bevölkerung an der Seite des jemenitischen Volks. Inspiriert durch Imam Hussein (a.) richtete er das Wort an den Feind (USA, Israel, ISIS) und machte klar, dass der libanesische Widerstand selbst im Angesicht des Todes niemals die Unterdrückung wählt.

Seine Rede beendete er mit einem Segensgruß an Imam Hussein (a.), seine Familie und Gefährten.


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