Muharram 2016

4. Delmenhorster Friedensmarsch zu Aschura – Mit Bildergalerie

  • News Code : 786157
  • Source : offenkundiges.de
Brief

„Das finde ich sehr gut, wie ihr das macht“, sagte die Dame. „Wir brauchen viel mehr Aufklärung über den Islam. Ich weiß gar nicht, an wen ich mich wenden kann. Den Medien glaube ich schon lange nicht mehr.“

„Das finde ich sehr gut, wie ihr das macht“, sagte die Dame. „Wir brauchen viel mehr Aufklärung über den Islam. Ich weiß gar nicht, an wen ich mich wenden kann. Den Medien glaube ich schon lange nicht mehr.“

Der Delmenhorster Verein Islamischer Weg e.V. führte im Rahmen seines diesjährigen „Delmenhorster Friedensmarsches zu Aschura“ intensive Gespräche mit den neugierigen Passanten über den Islam und Imam Hussein (a.). Gut 120 Teilnehmer aus verschiedensten Herkunftsländern liefen am Samstagvormittag (15.10.) über eine Stunde lang schweigend durch die Delmenhorster Stadtmitte. Die meisten waren Delmenhorster, aber auch Geschwister aus Oldenburg, Bremen und Bremerhaven nahmen teil. Banner und Plakate informierten die Bürger über die Tragödie von Aschura: „Wer wissen will, wie Jesus war, der schaue auf Hussein“, „Imam Hussein starb auch für dein Recht“, „Imam Hussein ist die Hoffnung der Entrechteten“.

Reaktionen der Passanten

Am Rande des Schweigemarsches verteilten die Geschwister fleißig Flyer und klärten die Passanten über Imam Hussein auf. Die meisten Gespräche verliefen freundlich, aber auch harsche Ablehnung blieb nicht aus: „Und sowas wohnt in Deutschland!“ – „Überall Kopftücher hier!“ – „Was macht ihr hier überhaupt? Geht zurück in euer Land!“ Diesen Wutbürgern konnte man nur den Frieden Gottes wünschen.

Eine Schwester berichtete von ihrer skurrilen Begegnung: „Darf ich Ihnen diesen Flyer für den Frieden anbieten?“ – „Nein, danke. Ich bin Christ.“

Eine Flüchtlingsfamilie aus Afghanistan, neu in Delmenhorst, war vom Friedensmarsch begeistert, freute sich sehr über aktive Schiiten in Delmenhorst. Sie hätten nicht gewusst, dass es in dieser Stadt überhaupt Schiiten gebe.

Einer älteren Christin gefiel, dass viele junge Leute an einer religiösen Kundgebung teilnahmen. Bei Christen sei dies leider nicht so, nur ältere kämen zur Sonntagsmesse. Auch freute sie sich über das „gemeinsame Singen“ der Teilnehmer – sie meinte das Salawat. „Wir müssen miteinander reden, statt übereinander. Das geht nur im direkten Dialog der Religionen. Da wird bisher viel zu wenig getan, auch in Delmenhorst.“

Eine andere Dame empfahl, dass auch mehr Nichtmuslime teilnehmen sollten, damit man den Friedensmarsch nicht mit ISIS-Aktionen verwechselte.

Nicht jeder erkannte auf Anhieb, worum es ging. „Dass ihr euch gegen Unterdrückung einsetzt, finde ich gut“, sagte ein Mann. „Ich hoffe, das könnt ihr bei euren Leuten durchsetzen.“

Die Schlussrede

Der Marsch endete am Wasserturm beim Rathaus mit der Schlussrede von Yavuz Özoguz, Vorsitzender des Islamischen Wegs. Er sprach über das Opfer von Imam Hussein für Wahrheit und gegen Unterdrückung, und dass auch Deutschland unterdrückt sei. Schließlich dürften die Deutschen auch 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg nicht bestimmten, ob in ihrem Land Atomwaffen gelagert würden – obwohl Deutschland die Atomkraft abgeschafft hätten. Auch sprach er über die Medien, die den Islamischen Weg e.V. schon seit Jahrzehnten mieden und ein abartiges Islambild verbreiteten. Während sie mit Bildern von Kopfabschneidern Angst bei Nichtmuslimen verbreiteten, unterstützten sie Politiker mit schrecklichen Kriegsgelüsten.

Der Friedensmarsch verlief ohne Zwischenfälle und wird inschallah im kommenden Jahr zum fünften Mal durchgeführt werden.


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