„Vertraut ihnen nicht!“ – Imam Chamenei äußert sich zum Ende des Atom-Deals

„Vertraut ihnen nicht!“ – Imam Chamenei äußert sich zum Ende des Atom-Deals

Am Tag der Lehrer traf Imam Chamenei am Mittwoch, 9. Mai 2018, mit Lehrkräften der Islamischen Republik Iran zusammen. In der dortigen Ansprache rechnete er mit den Feinden des Islams, aber auch mit den Akteuren in den eigenen Reihen ab.

Am Tag der Lehrer traf Imam Chamenei am Mittwoch, 9. Mai 2018, mit Lehrkräften der Islamischen Republik Iran zusammen. In der dortigen Ansprache rechnete er mit den Feinden des Islams, aber auch mit den Akteuren in den eigenen Reihen ab. Die wohl demnächst anstehenden Verhandlungen mit den EU-3 (Deutschland, Frankreich, UK) stehen gemäß dem Imam ebenfalls unter keinem guten Stern. Er hatte bereits beim Abschluss des Atomvertrags vor einem drohenden Vertragsbruch der Amerikaner gewarnt.

„Ihr habt den US-Präsidenten letzte Nacht einige flache und schamlose Dinge äußern hören. Seine Rede enthielt einige Lügen. Er drohte der iranischen Regierung und dem iranischen Volk. Ich antworte ihm als Vertreter des iranischen Volks: ‚Donald Trump, du kannst keinen Finger gegen uns erheben.‘ Ihr wisst, dass die Atomfrage lediglich ein Vorwand ist.“

Imam Chamenei erinnerte die Zuhörerschaft: „Als die Atomverhandlungen begannen, sagten einige iranische Offizielle: ‚Warum bestehen wir auf das Atomenergieprogramm? Wir können darauf verzichten.‘ Ihre Aussagen waren nicht angemessen, denn unser Land benötigt Atomenergie. Gemäß Expertenstudien wird Iran in einigen Jahren 20.000 Megawatt an atomgenerierten Strom benötigen.

Von dem Tage an beteuerte ich, dass das Problem, das die USA mit Iran haben, nichts mit der Atomkraft zu tun hat. Das ist nur ein Vorwand. Sie (einige Offizielle) aber sagten, das sei nicht wahr. Nun könnt ihr für euch selbst sehen, dass meine Vorhersage heute Realität ist. Wir haben dem (Atom-)Abkommen zugestimmt, aber die Feindseligkeiten gegenüber dem Iran nahmen kein Ende. Heute betreffen ihre (der USA) Sorgen unsere Präsenz in unserer eigenen Region sowie unser Raketenprogramm. Selbst wenn wir uns ihren Bedingungen (auch in diesen Themen) beugen, werden die Konflikte nicht behoben, sie werden mit einer neuen Sache ankommen.“

Er unterstrich: „Der eigentliche Grund für die Gegnerschaft der USA zum System der Islamischen Republik ist die Tatsache, dass sie einst das Land (Iran) absolut dominierten. Am Ende wurden ihre Klauen aber im Zuge der Islamischen Revolution vom Iran abgetrennt. Die Führer der USA wollen in anderen Ländern Regierende, die ihnen Geld zufließen lassen und die ihren Befehlen gehorchen. Die US-Regierung will die Fähigkeit, sie auszutauschen, wann immer sie es möchten, so wie sie es beispielsweise mit Reza Chan taten, als sie ihn durch seinen Sohn ersetzten, oder womit sie in einigen Ländern am Persischen Golf davonkommen, Führungspersonen wie unterwürfige Sklaven der USA zu behandeln.

Vor einigen Tagen schrieb Trump einen Brief an die Führer einiger Länder des Persischen Golfs, den wir einsehen konnten. In dem Brief führt er aus, dass er 7 Billionen Dollar in diese Länder investiert habe, also müssten sie sich seinen Befehlen beugen. Nun, Trump, du hast dieses ganze Geld ausgegeben, damit du dir Syrien und Irak unter den Nagel reißt, aber du warst dazu nicht in der Lage und du wirst mit deinem Versagen zur Hölle fahren.“

Er erinnerte an die Aussagen einiger iranischer Offizieller: „Einige unserer eigenen Regierungsleute fragten: ‚Warum bestehen wir darauf, uns den USA zu widersetzen?‘ Möge Gott ihnen ihren Fehler verzeihen.“

Hinsichtlich der Rolle anderer Länder in Bezug auf das Atomabkommen sagte er: „Wir trauen den drei europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, UK) ebenso wenig, wie wir den USA trauen. Ohne eine handfeste Garantie von diesen drei europäischen Ländern werden wir uns nicht (mehr) an das Atomabkommen binden.“

Er erinnerte anschließend an den Abgang vorheriger US-Präsidenten und das fortwährende Erstarken der Islamischen Republik: „Trump wird verwelken, verenden und sein Körper wird verwesen, aber die Islamische Republik wird weiter gedeihen.“

Weiter sagte er: „Das Geschehene ist ein Verstoß seitens der Vereinigten Staaten, der uns nicht überrascht hat. Diese Einstellung zeigte sich auch schon, als die USA unter der Führung vorheriger Präsidenten stand und zwar in der einen oder anderen Art und Weise unter jeder Präsidentschaft. Das iranische Volk steht fest und geschlossen. Diese ehemaligen Präsidenten vergingen und wurden vergessen und die Islamische Republik steht nach wie vor. Dasselbe Schicksal wie das der vorherigen Präsidenten erwartet auch diesen Präsidenten und die Islamische Republik wird auch an diesem Tage stark dastehen.“

„Vom ersten Tag an sagte ich immer wieder, dass den USA nicht zu trauen sei. Ich sagte das öffentlich und im Privaten. Ich empfahl, dass wenn ihr eine Vereinbarung unterzeichnen wollt, ihr sicherstellen müsst, dass Garantien gewährt werden. Eine der Bedingungen, die ich erwähnt hatte, war, dass der Präsident der USA sie zu unterzeichnen habe. Die Verhandlungsführer versuchten das mit Nachdruck, konnten aber diese Bedingung nicht erfüllen. Wir haben dieses Abkommen während der letzten zweieinhalb Jahre umgesetzt und nun kommt dieser Wüstling (Trump) und sagt, er akzeptiere das nicht.“

Hinsichtlich der Nachfolge des Atomabkommens setzte Imam Chamenei fest: „Es wurde gesagt, dass wir es mit den drei europäischen Ländern zu Ende führen. Ich traue diesen Ländern ebenfalls nicht. Vertraut ihnen nicht! Wenn ihr mit ihnen über irgendetwas übereinkommen wollt, stellt sicher, dass praktische Garantien vorhanden sind. Ansonsten werden sie das tun, was die USA mit uns gemacht haben. Wenn ihr Garantien bekommt, dann ist das gut, auch wenn ich daran zweifle. Wenn nicht, dann können wir nicht bei der Atomvereinbarung bleiben.“

„Die Regierungsvertreter stehen vor einer wichtigen Aufgabe: Werden sie gewährleisten, dass die nationale Ehre geschützt wird oder nicht? Die Ehre und das Interesse der Nation müssen wahrlich geschützt werden.“

Quelle: http://english.khamenei.ir/news/5654/Without-definite-guarantee-of-3-EU-countries-we-won-t-stick


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