Gaza

Protestwelle im Gazastreifen- Rotes Kreuz spricht von 13.000 Verletzten

Protestwelle im Gazastreifen-  Rotes Kreuz spricht von 13.000 Verletzten

Von einer "beispiellosen Krise im Gazastreifen" spricht der Nahost-Verantwortliche beim Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), Mardini. Der Großteil der von der israelischen Armee verwundeten Palästinenser erlitt schwere Schusswunden.

Die israelische Armee hat im Gazastreifen nach Angaben des Roten Kreuzes seit Beginn einer Protestwelle Ende März mehr als 13.000 Palästinenser durch Schüsse verletzt. "Das ist eine beispiellose Krise im Gazastreifen", sagte Robert Mardini, der Nahost-Verantwortliche beim Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), in New York.

Selbst während des Krieges im Jahr 2014 zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas habe es nicht so viele Verletzte gegeben wie infolge der jüngsten Proteste, sagte Mardini weiter. Der Großteil der getroffenen Palästinenser erlitt demnach schwere Verletzungen. Rund 1400 Patienten seien von drei bis fünf Kugeln getroffen worden, häufig in die Beine. Das Rote Kreuz will Mardini zufolge zusätzliche 50 OP-Betten in einem Krankenhaus im Gazastreifen errichten, um bei der Versorgung der Schusswunden zu helfen.

Seit Wochen protestieren an der Grenze des Gazastreifens zahlreiche Menschen gegen die Landnahme durch Israel. Dabei versuchten Palästinenser nach Angaben der israelischen Armee wiederholt, Soldaten an der Grenze anzugreifen oder auf israelisches Territorium vorzudringen.

Israel beruft sich auf sein Recht auf Selbstverteidigung und die Abwehr illegaler Grenzübertritte. Seit Beginn der Proteste tötete die israelische Armee nach palästinensischen Angaben mehr als 130 Palästinenser. Auf israelischer Seite gab es keine Toten.


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