Indonesien

Beleidigung per Gedicht?

Beleidigung per Gedicht?

In Indonesien kuscht die Prominenz vor dem Islam. Jetzt steht die Dichterin Sukmawati Soekarnoputri am Pranger wegen eines Gedichts zur Verteidigung der semisäkularen Verfassung des Landes.

Es gibt einen neuen prominenten „Blasphemie“-Fall in Indonesien. Diesmal geht es um keine Geringere als Sukmawati Soekarnoputri, eine Tochter des Staatsgründers Sukarno (ihr zweiter Name ist kein Familienname im westlichen Sinn, er bedeutet „Tochter Sukarnos“).

Sukmawati, 1951 in Jakarta geboren, ist Dichterin und hat auf einer Veranstaltung der vor wenigen Tagen zu Ende gegangenen „Indonesian Fashion Week“ ihr Gedicht „Ibu Indonesia“ (Mutter Indonesien) vorgetragen. Darin heißt es unter anderem: „Ich kenne nicht die Scharia. Alles, was ich kenne, ist Mutter Indonesien mit ihrem Haarknoten, der ... schöner ist als dein Gesichtsschleier (cadar, das indonesische Wort für den Niqab) ... Ich kenne nicht die Scharia. Alles, was ich kenne, ist der Klang der Hymne von Mutter Indonesien, er ist sehr schön, melodiöser als Dein Gebetsruf ...“.


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