Deutschland

Zentralmoschee "Symbol für bedrohlich politischen Islam"

Zentralmoschee

Der Journalist Günter Wallraff hat die Ditib-Zentralmoschee in Köln als "Symbol für einen bedrohlichen, integrationsverweigernden politischen Islam" angeprangert.

Der am Mittwoch abgehaltene Tag der Offenen Moschee in dem Gebäude sei "eine reine Propagandashow", sagte Wallraff am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Die Türkisch-Islamische Union Ditib werde komplett von der Regierung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan kontrolliert und befehligt. Die Lokalpolitiker, die sich im guten Glauben für den Bau der Moschee eingesetzt hätten, seien von der Ditib nur vorgeführt und ausgenutzt worden.

Eine Öffnung der Ditib sei frühestens nach einem Ende der Ära Erdogan zu erwarten. "Ich kann mir durchaus vorstellen, dass der Despot und Alleinherrscher Erdogan, der jeglicher Kritik unempfänglich ist, die Türkei in ein paar Jahren dermaßen weiter runtergewirtschaftet hat, dass er entweder vor Gericht gestellt wird oder sich in sein Exil nach Bahrain absetzt", sagte Wallraff. Es sei denn, Deutschland helfe seiner Regierung wirtschaftlich wieder auf die Beine. Präsident Erdogan hatte die Ditib-Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld am Samstag eröffnet.


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