Deutschland

Weshalb der Islam mit dem Grundgesetz kompatibel ist

Weshalb der Islam mit dem Grundgesetz kompatibel ist

Sollen Muslime in einem Land wie Deutschland die Sharia über alles stellen? Für die Antwort reicht es nicht, eine Stelle im Koran zu zitieren.

Wie können Begriffe, die im 7. Jahrhundert niedergeschrieben wurden, in der Welt von heute verstanden werden? Ergeben sie auch heute einen Sinn? Diese Fragen stellen sich, wenn es um die Auslegung von Versen des Korans geht, die in einer anderen Zeit und an einem anderen Ort niedergeschrieben worden sind. Eine der Schwierigkeiten ist dabei, ob eine Übersetzung die Bedeutung eines Begriffs so aufnimmt, dass sie auch diejenigen verstehen, die mit der islamischen Theologie nicht vertraut sind.

An dieser Stelle war argumentiert worden, dass die Koransure 7, Vers 199 eine Aufforderung an die Muslime sei, nicht-islamisches Recht zu befolgen und die Scharia nicht über dieses zu stellen. Andererseits übersetzt Hartmut Bobzin in der besten vorliegenden deutschen Übersetzung des Korans die Sure 7 Vers 199: „Sei nachsichtig und gebiete, was recht ist. Und meide die Unwissenden“. Wie passt das zusammen? Oder liegt hier nicht doch ein Widerspruch vor? Die Bedeutung ergibt sich aus dem Kontext der gesamten Sure 7, an deren Ende der Vers steht. Die Sure heißt „die Höhen“ – in dem Sinne einer allerhöchsten Mauer. Denn auf der stehen am Tag des Jüngsten Gerichts jene Menschen, bei denen noch nicht bekannt sei, ob sie in das Paradies aufgenommen oder aber in die Hölle verstoßen würden. Zuvor erinnert die Sure, eine der längsten im Koran, an die Entwicklung der Grundsätze des Glaubens seit der Erschaffung Adams.


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