Weniger Gewalt gegen Flüchtlinge – viele Fälle in Ostdeutschland

Weniger Gewalt gegen Flüchtlinge – viele Fälle in Ostdeutschland

Die Zahl der Gewalttaten gegen Flüchtlinge ist dieses Jahr zurückgegangen. Das geht aus einer Statistik der Antonio-Amadeu Stiftung hervor. In Ostdeutschland bleibt die Zahl jedoch nach wie vor hoch.

Die Zahl der Straftaten gegen Flüchtlinge ist im laufenden Jahr deutlich zurückgegangen. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten gemeinsamen Statistik der Amadeu Antonio Stiftung und von Pro Asyl hervor. Demnach gab es 2017 in Deutschland 1713 Straftaten gegen Geflüchtete. Für das Vorjahr hatten die Stiftung und der Verein 3768 flüchtlingsfeindliche Vorfälle gezählt. 

Pro Asyl und die Amadeu Antonio Stiftung forderten trotz der rückläufigen Zahlen ein entschlosseneres Vorgehen gegen die Täter und mehr Transparenz bei den Behörden. Angesichts von mehr als 1700 Übergriffen auf Flüchtlinge könne von Entwarnung keine Rede sein, teilten die Autoren der Statistik mit. Rassistische Gewalt gegen Asylsuchende bleibe ein deutschlandweites Problem.


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