Deutschland

Verfassungsschutz prüft Beobachtung von DITIB-Moschee kurz vor Erdogan-Besuch

Verfassungsschutz prüft Beobachtung von DITIB-Moschee kurz vor Erdogan-Besuch

Der Verfassungsschutz erwägt, den größten Moscheeverband Deutschlands künftig ins Visier zu nehmen. Die Entscheidung über eine Beobachtung könnte bei einer Bund-Länder-Sitzung im kommenden November beschlossen werden, berichtet die Süddeutsche Zeitung.


Das Bundesamt für Verfassungsschutz schickte ein "vertrauliches" Dossier über Ditib an die Bundesländer weiter. Bis Oktober sollen Ermittlungen durchgeführt werden. Laut der Süddeutschen Zeitung sei sich der Verfassungschutz uneinig, ob "Ditib offiziell als Verdachtsfall oder sogar als Beobachtungsobjekt eingestuft werden soll".

Während sich einige Bundesländer gegen die Einstufung von Ditib als Beobachtungsobjekt stemmen, hat der Verfassungsschutz die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion bereits als einen "Prüffall" eingestuft.

In Bezug auf Ditib äußerte das Bundesinnenministerium gegenüber der Süddeutschen Zeitung kritisch, dass "einzelnen Ditib-Moschee-Gemeinden zurechenbare Personen verfassungsfeindliche nationalistisch-religiöse Aktivitäten entwickelten und entsprechende Äußerungen" getätigt hätten.

Dem religiösen Dachverband unterstehen in Deutschland rund 900 Moscheen.


Erdogan soll DITIB-Zentral-Moschee in Köln eröffnen

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan soll in Deutschland die Kölner Zentralmoschee offiziell eröffnen. Der NRW-Ministerpräsident Laschet wird entgegen ersten Berichten nicht dabei sein. Die Linke fodert, Erdoğans "Machtdemonstration" zu verhindern.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan kommt am 28. und 29. September nach Deutschland. Der Staatsgast aus Ankara wird mit höchsten protokollarischen Ehren empfangen. Dazu gehören das Abschreiten einer Ehrenformation des Militärs, ein festliches Staatsbankett beim Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und Gespräche mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Bereits im Vorfeld wurde heftig darüber diskutiert, warum man denn den türkischen Präsidenten im Rahmen eines groß angelegten Staatsbesuchs anstatt eines reinen Arbeitsbesuchs empfängt.

NRW-Ministerpräsident Laschet wird nicht gemeinsam mit Erdoğan die Moschee offiziell eröffnen

Nun könnte eine weitere Diskussion entflammen. Wie heute bekannt wurde, soll der Gast aus Ankara während seiner Visite auch die neue Zentralmoschee der Türkisch-Islamischen Union Ditib in Köln besuchen. Erdoğan werde die Moschee am 29. September eröffnen, teilte die Ditib am Dienstag mit. "Eckdaten und Detailplanung sind noch in Arbeit", zitiert die Deutsche Presse-Agentur aus der Mitteilung.


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