Österreich

Unbekannter droht, Moscheen in die Luft zu jagen

Unbekannter droht, Moscheen in die Luft zu jagen

Ein Unbekannter hat dem muslimischen Verein ALIF in Linz einen Drohbrief in den Briefkasten geworfen. In diesem Schreiben werden Muslime nicht nur auf das Gröbste beschimpft und beleidigt - es wird auch angekündigt, dass ab sofort jede Woche eine Moschee in die Luft gejagt werde. Der Verfassungsschutz ermittelt.

„Wir nehmen das Schreiben ernst“, sagt Michael Tischlinger, Chef des Landesverfassungsschutzes. Der Brief erfülle den Tatbestand der gefährlichen Drohung. „Wir stehen mit dem Verein ALIF in Verbindung, über bisherige Ermittlungsschritte halten wir uns aber bedeckt“, so Tischlinger.

Brief persönlich zugestellt
Das vor orthografischen Fehlern strotzende Drohschreiben dürfte vom Verfasser persönlich in den Briefkasten geworfen worden sein. Anstelle einer Marke ist auf dem Kuvert der Hinweis „ZAHLT EMPF!“ vermerkt. Von der Post wurde das Schreiben jedenfalls nicht zugestellt. „Ab jetzt geht jede Woche eine Sch***-Mosche in die Luft. Zieht euch warm an“, heißt es unter anderem darin.

Sicherheitsvorkehrungen verschärft
Murat Baser, Chef der Islamischen Religionsgemeinde (IRG) in Oberösterreich, betrachtet die Drohung mit Sorge: „Man kann nie wissen, ob das jemand ernst meint oder nicht.“ Man dürfe das aber nicht auf die leichte Schulter nehmen - in den Moscheen seien auch Kinder, Frauen und Jugendliche. Die Sicherheitsvorkehrungen in den Gebetshäusern würden nun verschärft. Baser: „Wir können wirklich nur hoffen, dass die Ankündigung nicht in die Tat umgesetzt wird.“


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