Deutschland

Streit über "Glaubenskompass Islam"

Streit über

Die Spitze des Minarett der Yavus Sultan Selim Moschee mit dem Halbmond und das Kreuz auf der Kirchturmspitze der Liebfrauenkirche in Mannheim.
Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Mazyek, hat die Bischofskonferenz aufgefordert, gegen das katholische Hilfswerk "Kirche in Not" vorzugehen.

In einem sogenannten Glaubenskompass stellt die Stiftung den Islam als gewalttätig dar. Mazyek sagte dem Deutschlandfunk, die Fehler und die Polemik müssten aus der Handreichung entfernt werden. Der Öffentlichkeitsreferent der "Kirche in Not", Pelster, wies die Vorwürfe zurück. Man habe sich bei der Darstellung der anderen Religion auf die Hauptströmung, den sunnitischen Islam, beschränkt. Pelster betonte, im Koran sei an vielen Stellen vom Dschihad die Rede. Dabei gehe es um einem Krieg um des Glaubens Willens, also eher der militanten Auslegung des Dschihad.

Der Tübinger Islamwissenschaftler Khalfaoui bezeichnete die Darstellung des Islam in der Broschüre als fahrlässig. "Kirche in Not" propagiere eine verkürzte Version, die längst nicht auf der Höhe der aktuellen wissenschaftlichen Diskussion sei. Im Islam wie im Christentum gebe es eine Vielzahl von Strömungen - von fundamentalistisch bis modern-liberal. Er habe Sorge, dass die Informationen zu einer Missinterpretation des Islam in der christlichen Rezeption führen könnten.

Das internationale katholische Hilfswerk "Kirche in Not" wurde 1947 in Belgien gegründet. Papst Benedikt XVI. verlieh der Organisation 2011 den Status "päpstliche Stiftung".


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