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So feministisch ist der Islam

So feministisch ist der Islam

Mohammeds Frauen waren einst das, was alle heutigen sein sollten: frei. Aber gerade einige Feministinnen haben Verständnis fürs Patriarchat. Ein Gastbeitrag.

Eines Tages könnte es heißen, dass die zweite Islamische Revolution in einem Nebenraum einer Kirche in Berlin-Moabit begann. Denn in der Johanniskirche hat seit einem Jahr die von Seyran Ateş gegründete Ibn-Rushd-Goethe-Moschee ihren Sitz. Das Besondere: Männer und Frauen können hier gemeinsam beten, es besteht kein Kopftuchzwang, und Ateş selbst tritt als Imamin auf. Außerdem sind auch homosexuelle und queere Personen willkommen. Bis heute sind die Anfeindungen aber gewaltig. Mord- und Gewaltdrohungen von Seiten konservativer Muslime und Fundamentalisten sind an der Tagesordnung, die Moschee selbst und Seyran Ateş stehen seitdem unter Polizeischutz.

Auch die „moderateren“ Anfeindungen hören nicht auf. „Frauenrechte im Islam? Gibt’s nicht!“, kommentierte der einflussreiche Prediger Eyad Hadrous die liberale Institution kurz nach deren Eröffnung. Es sei Allah, der bestimme, wie sich Mann und Frau während des islamischen Gottesdienstes zu verhalten hätten, und keine Frau, empörte sich der Imam: „Mann und Frau sind nicht gleich. Allah hat bestimmt, dass ein Mann nicht von einer Frau in seinem Gebet geführt werden darf!“ Auch die ägyptische Fatwa-Behörde Dar al-Ifta bezieht sich bei ihrer Kritik an der Moschee auf Allah und seine Propheten. So dürften Frauen deswegen das Kopftuch nicht ablegen, weil das nicht den von „Gott auferlegten Regeln“ entspreche, teilte die Behörde schon vergangenes Jahr mit.


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