Heimat – neue politische Karriere für einen alten Begriff

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Brief

Heimat – damit plagen sich die Deutschen schon seit mehr als 200 Jahren. Warum wird das ausgerechnet jetzt wieder wichtig? Und können die etablierten Parteien das Thema aus der „rechten Ecke“ holen?

Leise wabernder Nebel über sanften Hügeln, der Kölner Dom im Abendrot, Schwarz-Rot-Gold flatternd am Reichstag – und dazu das Deutschlandlied. So warb die Alternative für Deutschland im Wahlkampf. „Holen Sie sich Ihr Land zurück“, sagte Spitzenkandidatin Alice Weidel auf Facebook in eine authentisch wackelige Selfiekamera. „Deutschland zuerst – weil wir auch in Zukunft dieses Land unsere Heimat nennen wollen!“

Aber damit ist die Debatte nicht beendet, sie beginnt vielleicht erst richtig, nachdem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Motiv am Tag der Deutschen Einheit aufgriff. „Ich bin überzeugt, wer sich nach Heimat sehnt, der ist nicht von gestern“, meinte Steinmeier. „Im Gegenteil: Je schneller die Welt sich um uns dreht, desto größer wird die Sehnsucht nach Heimat.“ Das dürfe man nicht den Nationalisten überlassen. Heimat, das sei gerade nicht das „Wir gegen die“ vom rechten Rand, es sei ein Ort des „Wir“, ein Ort, der verbinde „über die Mauern unserer Lebenswelten hinweg“.


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