Deutschland

„Das ist doch nur eine Frau“

„Das ist doch nur eine Frau“

Gewalt gegen Frauen lässt sich nicht entschuldigen und auch nicht beschwichtigen. Warum ist die Diskussion aber so merkwürdig verdruckst, sobald dabei muslimische Männer im Spiel sind?

Die Debatte nach dem Mord an der vierzehnjährigen Susanna F. ist Teil einer Kontroverse um die Gestaltung unserer immer pluralistischer werdenden Gesellschaft, die mit der Flüchtlingskrise des Jahres 2015 eine neue Dimension erreicht hat. Dabei geht es nicht nur um Chancen und Risiken, um Ressourcen und Konzepte, sondern auch um Normen und um das Sagbare oder dessen Grenzen. Bei jedem öffentlich gewordenen Gewaltdelikt gegen Mädchen und Frauen, das von Geflüchteten begangen wurde – seien es die Morde in Kandel, in Freiburg oder jetzt in Mainz, seien es Vergewaltigungen wie in Berlin, Dessau und in Minden, seien es sexuelle Belästigungen in Parks, auf Straßenfesten oder in Diskotheken – werden die gleichen Fragen gestellt.

Die erste davon lautet, ob sich derzeit eine Zunahme von Sexual- und Gewaltdelikten nachweisen lässt, die zweite, ob dafür Zuwanderer verantwortlich gemacht werden können. Beides kann durch Statistiken als gesichert angenommen werden. Sexuelle Gewalt durch junge Männer aus bestimmten Regionen der Erde ist kein Einzelfall mehr, den man mit der lapidaren Erklärung, dass absolute Sicherheit unrealistisch sei und es in jeder Gesellschaft Vergehen gegen das sexuelle Selbstbestimmungsrecht gebe, beiseiteschieben könnte. Auch das gern vorgetragene Argument, fremdartig aussehende Männer würden eher angezeigt als andere, ist wenig überzeugend. Denn die sexuellen Gewalttaten der vergangenen Jahre sprengen das Maß des bisher Gekannten.



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