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So wird das nichts mit dem Wir-Gefühl

So wird das nichts mit dem Wir-Gefühl

Als gäbe es keine gemeinsame Geschichte: Warum wurde beim Gedenken an den 9. November schon wieder vergessen, die Muslime einzubinden? Sie haben auch etwas aufzuarbeiten.

ie deutsche Erinnerungs-„Kultur“ verkennt die Gegenwart. Sie richtet sich vornehmlich an gestrige Deutsche und das Deutschland von gestern. Zum Deutschland von heute gehören rund fünf Millionen Muslime. An ihnen geht der Kampf „gegen das Vergessen“ völlig vorbei. Nicht durch ihre Schuld. Jüngsten Anschauungsunterricht erhielten wir beim Gedenken am und an den 9. November 1918, 1923, 1938 und 1989. Für deutsche und andere Muslime muss sich die dort dargestellte deutsche Vergangenheit und Gegenwart auf einem anderen Planeten abgespielt haben. Kein Gedenkredner hat auch nur einen Gedanken an die durchaus gemeinsame deutsch-muslimische Geschichte, Verantwortung und Haftung verschwendet.

Wer meint, jene jedem Deutschen gegenwärtigen Vergangenheiten gingen hiesige und auswärtige Muslime nichts an, der irrt. Wieder wurde, vom Bundespräsidenten abwärts, eine Chance vertan, Brücken zwischen Alt- und Neudeutschen zu schlagen, ein deutsch-muslimisches Wir-Gefühl zu erzeugen.


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