Sayyid Hassan Nasrullah: Beweise für die US-Verschwörung ISIS & Der Rang der Verwundeten

  • News Code : 755874
  • Source : offenkundiges.de
Brief

Sayyid Hassan Nasrullah sprach anlässlich des „Tags des verwundeten Widerstandskämpfers“ am 12. Mai 2016.

Ich begrüße euch alle anlässlich dieses großartigen Tages, überall, wo ihr versammelt seid.

Ich gratuliere euch zu diesen Tagen des Monats Scha’ban, die verbunden sind mit der Hoffnung auf die Rückkehr des 12. Imams. Ich gratuliere euch zum Geburtstag von Imam Hussein, von Imam Zein-ul-Abidin, zum kommenden Geburtstag des 12. Imams, und zum Geburtstag von Abu Fadhl al-Abbas.

Es ist bei uns zur Gewohnheit geworden, dass der Geburtstag von Abu Fadhl al-Abbas der Tag des verwundeten Widerstandskämpfers ist, aufgrund dessen, was Abbas darstellt: einen mutigen, reinen, lauteren und treuen Kämpfer und Widerstandskämpfer, grenzenlos in seiner Entschlossenheit, gehorsam seinem Imam gegenüber. Er ist ein Verwundeter, der sich nicht von seinen Verwundungen abhalten ließ sein Ziel zu erreichen.

Gratulation an euch alle und eure gesamten Familien zu diesem Tag. Wie gewohnt meine Aufteilung: Ich werde zunächst über die allgemeine politische Lage sprechen, ausnahmsweise noch bevor ich zum Thema des heutigen Anlasses komme. Dies ist eine Erleichterung für die Medien. Hiernach komme ich ein wenig zu den Kommunalwahlen im Libanon (dieser Teil wurde nicht übersetzt), und zum Abschluss richte ich mich an euch zum Anlass. Es wird alles ausgestrahlt, dieses Mal gibt es keine Interna, die ich ansprechen werde.

Wir befinden uns hier vor den Verwundeten, die mehrere Jahrzehnte den Zionismus bekämpften, und außerdem vor denjenigen, die eine neue Verschwörung bekämpfen, die dem Zionismus ähnlich ist. Sie opferten Märtyrer und opferten ihre Gesundheit. Wir müssen hierbei zunächst an den Tag der „Nakba“ erinnern. Es gibt noch einige wenige, die an diesen Tag erinnert. Nur noch wenige, die mit dem Kampf der Palästinenser gegen Israel zu tun haben. Aber wie es von ihnen (den Feinden) geplant ist, vergessen die Menschen nach und nach diese Katastrophe, Jahrzehnt für Jahrzehnt.

Dieses Ereignis fand im Mai 1948 statt. Es wurde fortgeführt im Jahr 1967 mit der Besetzung der West Bank u.a. Im Jahr 1948 wurden hunderttausende Palästinenser aus ihren Dörfern und Häusern vertrieben, mehr als 10.000 Menschen getötet, bei Massakern usw., 20 Städte, 400 Dörfer wurden besetzt, und der größere Teil des historischen Palästina wurde ebenfalls besetzt. Die Folgen sind noch präsent, in jeder Hinsicht. Die Stabilität, Sicherheit, Zukunft, Ehre und Würde der Umma sind betroffen. Die gesamte Umma leidet an den Folgen dieser Katastrophe.

Die Briten und hinter ihnen der Westen brachten diese terroristischen Zionisten hierher. Sie brachten Terrorismus und Barbarei. Sie bauten dieses Regime auf und zerstörten ein gesamtes Volk und auch die Region, nur um die gesamte Region zu kontrollieren. Großbritannien und der Westen erkannten sehr schnell Israel an, und ließen die Palästinenser beiseite, die bereits seit Jahren um ihr Recht kämpften.

In den letzten Jahren kam etwas Ähnliches auf – eine neue Katastrophe – geführt und geplant von den Erben der Briten: den USA. So wie die Briten damals, so machen es die USA und deren regionale Verbündete nun mit den terroristischen und barabarischen Takfiri-Gruppen, um das zu zerstören, was noch vom Geist des Widerstandes, von der Entschlossenheit des Widerstandes, von der Präsenz des Widerstandes übrig ist.

Es gibt aber einen großen Unterschied zu 1948: Der Unterschied ist, dass es heute Menschen, Länder, Regierungen, Armeen, Parteien, Organisationen und Bewegungen in der Region gibt, die lebendig, wachsam und weitsichtig sind, und die darauf hinarbeiten diesen Plan und alle diese Takfiri-Gruppen zu zerstören. Das ist ein wichtiger Unterschied. Eure Verwundungen sind Zeugnisse dieses Unterschiedes.

Eine neue Nachricht dieses Planes ist der gestrige Anschlag in Bagdad durch DAESCH (ISIS). Sie rühmen sich mit dem Töten von Unschuldigen. Sie sind machtlos an der Front, also mischen sie sich unter Unschuldige und sprengen sich dort in die Luft. Das ist ihr wahres Wesen.

Was ich sagen möchte: Wenn z.B. Imam Chamene’i und andere in der Region sprechen und die USA verantwortlich machen, dann kommen Leute und sagen: „Was hat USA damit zu tun? Das sind doch Takfiris usw. Dienen sie wirklich den USA? Können die USA wirklich mit solchen Leuten zusammen arbeiten?“

Es gibt tatsächlich Leute, die das nicht glauben.

Und die zweite Frage ist immer: „Was ist der Beweis hierfür, also für diese Kooperation? Die USA haben nichts damit zu tun, sie selbst haben die Kontrolle verloren. Die USA wollen Frieden usw.“

Hier sehen wir ein großes Problem beim politischen Bewusstsein, bei der Kenntnis des Feindes, seiner Pläne, überhaupt bei dem Erkennen des Feindes. Darauf müssen wir achten.

Bringen wir einen alten und einen neuen Beweis (Zeugen), zunächst einen alten Beweis aus dem Jahr 2009, von Hillary Clinton, als sie Außenministerin der USA war. Es gibt hierzu Video und Ton, sogar im Internet und weitere Interviews. Die Rede, aus der ich zitiere, war etwas länger. Sie hielt sie im US-Kongress am 25.08.2009, vor einem Ausschuss. Die Israelis machten sich stets über uns Araber und Muslime lustig, dass wir nicht lesen würden, beim Widerstand tun sie dies aber nicht, weil wir lesen.

Sie redete über ein großes Problem: „Lasst uns daran erinnern, diejenigen die wir heute bekämpfen, haben wir vor 20 Jahren finanziert, und das machten wir, weil wir uns im Kampf mit der Sowjetunion befanden, und wir wollten nicht, dass sie Zentralasien beherrschten. Präsident Reagan entschied, dass wir diese Leute rekrutierten in Zusammenarbeit mit dem pakistanischen Geheimdienst und der pakistanischen Armee, und dass wir dazu Leute aus Saudi-Arabien einflogen, die dem Wahhabismus folgten bzw. einer Nachahmung des Wahhabismus. Die Sowjets verloren diese Schlacht. Als wir mit diesen Gruppen fertig waren, überließen wir sie sich selbst. Aber was wir dort säten, das hätten wir weiter verfolgen müssen, und hätten weiter mit den Pakistanis zusammenarbeiten müssen.“

Was ist jetzt in Pakistan lost? Seit 20 Jahren? Regelmäßig Anschläge usw.

„Wir überließen sie sich selbst. Und jetzt bezahlen wir den Preis dafür.“ Das war Hillary Clinton. Das ist kein Journalist oder irgendwer. Das war die Außenministerin der USA, und sie ist jetzt Präsidentschaftskandidatin. Sie sagt das alles selbst. Diese Ereignisse fanden in den 70ern und 80ern statt. Da waren wir alle noch jung, das haben wir alles selbst mitbekommen.

Heute auch, USA, Israel und der Westen haben ein Problem: die Achse des Widerstands. Die Islamische Republik Iran, Syrien, Widerstandsbewegungen im Libanon und Palästina. Die Bewegungen im Irak und im Jemen, das Islamische Erwachen. Wie sollen sie diesen neuen Feind bekämpfen? Bekämpfen sie sie, weil sie beten, fasten und Hidschab tragen? Nein, das ist nicht der Grund. Die Saudis beten, fasten und tragen sogar Tschadors. Das Problem ist nicht diese Religiosität. Das Problem ist nicht deine Religion.

Ihr Problem sind diejenigen, die die Besatzung ablehnen. Jeder, der deren Kontrolle ablehnt, der sich für seine Ehre, seine Würde, seine Heiligtümer einsetzt. Jeder, der möchte, dass die Bodenschätze in der Region zuerst der Umma zugutekommen, und nicht US-amerikanischen Konzernen. Deren Problem ist die Widerstandskultur, deren Geist, deren Denken, deren Handlungen. Wie sollen sie diese bekämpfen? Im direkten Kampf sind sie gescheitert. Im Jahr 2006 sind sie gescheitert. In Palästina: gescheitert. Was gibt’s noch für Möglichkeiten?

Zurück zum alten Modell. Das ist das Beste für sie. Die alten Strukturen neu aufbauen und diese Achse zerstören. Diese Leute können auf materieller Ebene zerstören. Israel kann alles zerstören. So wie Sayyid Abbas aber sagte, verhält es sich mit uns: Je mehr ihr uns tötet, je mehr ihr zerstört, desto wacher und bewusster werden wir. Unseren Geist, unsere Kultur, unser Denken können sie nicht zerstören.

Aber diese (Takfiris) können den Geist, den Verstand, die Kultur und das Denken zerstören, weil sie im Namen des Islam, im Namen der Religion, im Namen der Gefährten, im Namen von Mekka usw. kämpfen. Das ist die große Katastrophe. Wenn sie es schaffen, dann geht Palästina verloren.

Kämpfer aus aller Welt fliegen sie hierfür ein, das ist schlimmer als die Nakba.

Zweiter Beweis: Ein General im Ruhestand, Wesley Clark, gab ein Interview bei CNN, nicht Al-Manar. Er war der höchste General der NATO von 1997 bis 2000. Das Interview ist aus dem Jahr 2015. Bitte alle zuhören, jeder Einzelne: „Washington und seine Partner haben DAESH geschaffen, um Hisbullah im Libanon zu bekämpfen. Das Ziel ist, Hisbullah zu zerstören. Wir gründeten DAESH mit dem Geld von unseren Freunden und Verbündeten. Und wir bereiteten sie zum Kampf gegen Hisbullah vor.“ Und er sagt weiter: Nach Sicherstellung der Finanzierung gaben wir hunderte Milliarden Dollar aus, den Ruf und das Ansehen der Hisbullah zu zerstören, sie insgesamt zu zerstören und zu umzingeln. Das primäre Ziel war Hisbullah.“ Und weiter: „Washington beteiligte sich sogar an der erleichterten Verbreitung der grausamen Terror-Videos von DAESH.“

Al-Manar ist z.B. in Europa und den USA verboten, wir werden auf allen Ebenen medial und politisch bekämpft, aber DAESH hat tausende Internetseiten usw. ungestört, und alles erleichtert vonseiten der USA, damit alle Menschen dieses grausame und barbarische Bild vom Islam geliefert bekommen. Man soll denken, dass dies der wahre Islam ist, und sich dafür fürchten. Die Menschen sollen flüchten, insbesondere die Menschen hier in der Region.

Das ist ein US-General, der dies sagt. Das Ziel, was sie vorher nicht erreichen konnten: die Zerstörung von Hizbullah. So wie es auch die Saudis ausdrücken.

Ich sage euch: Sie wollen nicht nur Hisbullah zerstören, diese Takfiris sind auch eine große Gefahr für Gaza, und die West Bank und ganz Palästina. Auch eine Gefahr für Iran, Irak, Syrien. Überall ist DAESH, sogar in Afghanistan. An der Ost- und Westgrenze von Iran soll DAESH agieren, auch im Iran versuchen sie DAESH zu erschaffen. Die Saudis arbeiten daran. Den Libanon sollten sie infiltrieren. Was ist das Ziel? Das ist das Ziel.

Damit wir mehr Bewusstsein erlangen. Damit wir verstehen, welche Bedrohung wir seit Jahren bekämpfen. Dieser General spricht also über zwei wichtige Aspekte, an denen sie arbeiten, um Hisbullah zu zerstören. Zu wessen Gunsten? Zugunsten von Israel und deren Herrschaftsansprüchen.

Die USA haben ein Problem. Im Jemen, im Irak, mit Waffen und Politik. Die USA kehren in den Irak zurück. USA plant offenbar auch, in Syrien einzumarschieren. Der Vorwand ist überall DAESH. Ein Mittel zum Erreichen der amerikanischen Ziele, die Feinde der USA und Israels sollen zerstört werden. Alle sollen getäuscht werden.

Zurück zum US-General: 1. Wir brachten DAESH.

Aber es geht nicht nur um DAESH, Al-Nusra ist nicht weniger gefährlich. Sie sind eigentlich gleich, sie streiten sich nur um Führungsansprüche.

2. Wir wollen den Ruf und das Ansehen Hisbullahs zerstören.

Wir (Hisbullah) sind aber inschallah widerständig. Was ich den Muslimen sagen möchte: Das hier ist kein Krieg zwischen Schia und Sunna. Sie versuchen, das so darzustellen, es ist aber auf keinen Fall so. Das ist kein Krieg unter Muslimen. Was hier passiert, ist ein Krieg gegen die Muslime, ein Krieg gegen das Islamische Erwachen, gegen den Arabischen Frühling, gegen Volksaufstände usw. Das ist alles verloren gegangen. Niemand redet hier mehr über Demokratie, Menschenrechte, Reformen usw. zu tun. Überall soll nur noch die Terrorbekämpfung Priorität haben. Welcher Terror?! Der Terror, den sie brachten. Die Muslime sollen sich aber nicht täuschen lassen. Das sind alles Betrüger.

Zu den Christen, besonders hier in der Region: Es gibt immer noch einige von euch, die glauben, dass die USA für ihre Sicherheit sorgen. Wenn USA eigene Interessen hat, dann ist ihnen aber alles andere egal. Früher in Afghanistan brachten sie diese Terroristen, um die Sowjets zu bekämpfen, und es war ihnen egal, was danach mit den Menschen in Pakistan und Afghanistan passierte. Alles kann missbraucht werden, sogar 9/11. Sogar bei ihren eigenen Bevölkerungen ist ihnen egal, was mit diesen passiert. Sie interessieren sich für niemanden. Die Christen zahlen einen hohen Preis, im Irak, Syrien und woanders.

Und auch der Westen zahlt einen Preis, Paris, Brüssel und andere Orte. Wir müssen diese Weitsicht haben: Alles, was hier passiert, geschieht nicht für Demokratie oder Menschenrechte, Religion, Heiligkeiten usw., sondern es ist ein Krieg zwischen diesen Barbaren und der Achse des Widerstandes. Diese Achse hat es von Anfang verstanden und hat sich vom ersten Tag an entschieden, diesen Plan zu bekämpfen, fern von allen Verrätern und Blinden usw.

Junge Männer usw. sind in den Krieg gezogen. Die Völker und deren Umfeld haben sie unterstützt. Dieser Plan ist bereits gescheitert, keines ihr Ziele haben sie erreicht, nirgends in der Region, und inschallah wird dies auch in Zukunft so sein. Weil ihr hier seit, diese Gläubigen, dieser Willen und diese Entschlossenheit. Eure Verwundungen sind für euch Zeuge in dieser Welt und im Jenseits für euren Kampf und euren Widerstand. Weil ihr stets an der Front gewesen seid und euch gegen jeden dieser Pläne gestellt habt, seien es Israel, die USA oder die Takfiris. Ihr und eure Brüder habt euch dagegen gestellt und aufgeopfert.

Es gibt sehr viele im Westen, die sich mittlerweile so äußern wie der eben zitierte Clark, sei es zu Saudis, Terroristen usw. Die Araber bringen so etwas auf ihren Sendern und Kanälen nicht, weil sie von den Saudis finanziert werden. Wir müssen aber solche Äußerungen stets weiterverfolgen. (…)

Zum Tag des verwundeten Widerstandkämpfers: Eure Verwundungen, meine lieben Geschwister, sind ein Zeugnis für euch im Diesseits und im Jenseits. Im Diesseits und im Jenseits sind sie Zeugnisse über euren Kampf, eure Geduld, euren Gottesdienst.

Die Verwundung – wir haben viele neue Verwundete in den letzten Jahren – ist immer ein Neubeginn für den Betroffenen – sowohl psychologisch, körperlich als auch sozial. Alles ändert sich. Das kennt ihr alle. Der Verwundete muss sich auf diese Änderungen vorbereiten, er muss sich hierauf einstellen. Er hat eine bestimmte Phase des Kampfes und der Aufopferung hinter sich. Er hat nun eine neue Aufgabe, weil er körperlich eingeschränkt ist. Hieraus ergeben sich viele neue Herausforderungen für den Verwundeten, dessen Familie, den Widerstand, und die Umgebung des Widerstandes.

Der Verwundete muss wissen, dass er mit dieser Verwundung ein Zeichen, eine Auszeichnung, eine Kennzeichnung von Allah bekommen hat. So wie die Märtyrer die Märtyrer Gottes sind, so sind die Verwundeten die Verwundeten Gottes. Das ist eine Kennzeichnung. So wie Erde geweiht werden kann und zum Zwecke einer Moschee geweiht werden kann und deswegen eine bestimmte Heiligkeit bekommt, so ist es mit der Kennzeichnung von euch. Ihr habt nun eine besondere Heiligkeit. Ein Verwundeter hat ein bestimmte Ehre bei Allah. Diese Verletzung gibt ihm eine neue Beziehung zu Allah. Er muss dies verstehen. Seine Familie muss dies verstehen. Und die Gesellschaft auch.

Die Würde eines Verwundeten ist größer als die eines Nichtverwundeten. Der Verwundete muss verstehen, dass er eine bestimmte Stufe erreicht hat. Er muss diese Stellung bewahren, das ist seine Verantwortung. Er darf diese Stufe nicht verlieren. Er hat einen inneren Kampf zu absolvieren. Er muss geduldig sein, im Hinblick auf seine Schmerzen, seiner körperlichen Einschränkung. Bei allem muss er geduldig sein, damit er seine Stufe bewahren kann und damit er noch höher steigen kann. Sein Kampf ist der größere Kampf.

Die meisten unserer Kämpfer sind Leute der Geduld. Einige wenige verlieren aufgrund ihrer Verletzung ihre religiösen Überzeugungen oder ihre politischen Überzeugungen, oder sogar ihre hohen Ethiken. Iblis (Satan) nutzt alles, um den Menschen vom geraden Weg abzubringen. Dein Kampf (du Verwundeter) ist also ein Kampf gegen dich selbst. Du hast einen großen Schatz in deiner Hand, Allah beschenkt dich mit dem Paradies. Du musst hierauf achten. Du hast dieses und jenes geopfert, und du hast diese Verantwortung, dass du diese Stufe nicht verlierst. Du musst dich anstrengen, persönlich und intellektuell.

Noch mehr zu den Verwundeten: Die Verletzten befinden sich stets im Kampf. Der Kämpfer, der seine Aufgabe erledigt hat, geht nach Hause und genießt seine Freizeit außerhalb seines Kampfes. Beim Verwundeten ist das anders. Er ist durchgehend im Kampf. Du wolltest Märtyrer werden, aber Allah wollte für dich, dass du Verwundeter wirst. Das ist deine Prüfung. Der Gläubige wird geprüft, insbesondere der Verwundete wird geprüft. Alles, was Allah den Gläubigen versprochen hat, steht euch zu und noch mehr.

So wie bei der Prüfung (Bala’) verhält es sich auch bei Krankheit. Ein Verwundeter ist auch krank. Er ist krank aufgrund der Leiden und Schmerzen, die er hat. Zu Krankheit und den damit verbundenen Lohn gibt es sehr viele Überlieferungen vom Propheten. Wie verhält es sich dann, wenn die Krankheit aufgrund des Kampfes auf dem Weg Gottes entstanden ist?

Das ist ein durchgehender Kampf und ein durchgehender Gottesdienst. Wir müssen dies bewahren. Der Verwundete hat noch weitere Verantwortungen. Im Bereich der allgemeinen Bereitschaft: Der Verwundete kann anders mit den Leuten reden als jemand, der nicht verwundet ist. Er kann aus Erfahrung sprechen, nicht wie jene, die reden, aber nicht handeln. Nein, du bist glaubwürdiger. In diesem Bereich ist deine Verantwortung sehr hoch. Vorher solltest du ein Gewehr tragen, jetzt musst du deine Zunge nutzen, und wenn das nicht möglich ist, dann eine Zeichensprache.

Sie kämpfen auf allen Ebenen gegen uns, ihr müsst mit euren Zungen usw. die Erfolge des Widerstandes bewahren. Diejenigen, die noch arbeiten können, sollen arbeiten. Es gibt keine peinliche oder unangenehme Arbeit. Lasst persönliche Wünsche und Berechnungen beiseite.

Auch wenn ich nicht gerne über mich rede, aber ich sage euch, wenn ich irgendwo im Dienste des Widerstandes Wache eines Gebäudes, eines Stützpunktes o.ä. sein könnte, wäre das eine große Ehre für mich. Ihr könnt alles Mögliche machen, es gibt sehr viel zu tun, nicht nur an der Front. Wir brauchen euer Potenzial, euren Intellekt. Lasst persönliche Wünsche beiseite.

Jede Arbeit ist auch gut für eure Gesundheit. Zuhause zu bleiben ist schädlich für euch. Ärzte sagen das. Jemand, der zu Hause sitzt, der nur eine Woche nicht raus geht, wird bereits depressiv. Zu arbeiten hilft euch körperlich und psychologisch. Das psychische Wohlbefinden wirkt sich auf das Körperliche aus. Sogar beim Krebs ist dies bekannt.

Ihr müsst auch anwesend sein bei religiösen und anderen gesellschaftlichen Veranstaltungen. Alle möglichen Aktivitäten: seid dabei. Insbesondere als ich damals noch zu den Aschura-Veranstaltungen ging, war es etwas anderes für mich, wenn ich dort die Verwundeten sah. Während der Trauerrede war es so, als ob Abbas vor mir saß. Hier ist er, seine Hände sind abgetrennt, sein Auge ist verwundet (hier kommen dem Sayyid während der Rede die Tränen; Salawat im Publikum).

Eure stetige Anwesenheit hat eine große Auswirkung auf uns und auf alle anderen. Nehmt das nicht zu leicht. Eure Anwesenheit ist ein Argument gegen alle, damit sie alle sehen, dass ihr euch wegen deren Sicherheit und Wohlbefinden aufgeopfert.

Betreibt auch Sport. Sport ist sehr, sehr wenig, auch wenn ich selbst keinen Sport betreibe.

Zu den Familien, den Eltern, den Ehepartnern, den Kindern: Sie haben ebenfalls eine große Verantwortung. Sie müssen verstehen, dass dies eine große Ehre ist. Sie müssen die neue Situation annehmen und verständnisvoll sein. Das ist deren Kampf. Sie müssen verständnisvoll sein, und nachsichtig hinsichtlich seiner Bedürfnisse (des Verwundeten).

Die Organisation (zur Unterstützung der Verwundeten) muss weitermachen. Das gehört zu unserer Verantwortung. Ich spreche immer in den höchsten Tönen über die Eltern, die Ehefrauen, insbesondere diejenigen, die einen Verwundeten heiraten. Das ist eine große Sache. Ich weiß, dass es Eltern gibt, die den jungen Frauen hier sagen, dass sie ihre Jugend verschwenden würden, aber das ist nicht der Fall. Sie opfern sich auf, für jemanden, der einen Teil seines Körpers geopfert hat, damit alle in Ehre und Würde leben können.

Dank an alle, die in der Organisation arbeiten. Es gibt manchmal schwierige Zeiten, aber das schaffen wir. Wir arbeiten stets im Rahmen des möglichen.

Ihr Verwundeten seid ein normaler Teil des Krieges. Ihr gehört dazu. Gefangene und Verwundete sind dauerhafte Kämpfer.

Die Wichtigkeit bei euch ist, dass ihr dieses am Tag der Auferstehung nicht verlieren werdet. Dies geht bei Allah nicht verloren. Allah vergisst nicht usw. Ihr werdet euren Lohn bekommen. Die Menschen vergessen schnell, Allah aber nicht. Euer Ziel war Allah, ihr habt auf das Jenseits geschaut. Dies gehört euch.

Im Diesseits haben eure Verwundungen und euer Blut bereits Ergebnisse geschaffen. Es hat bereits Wirkungen gezeigt auf allen Ebenen. Mehr Freiheit, mehr Ehre, mehr Sicherheit, mehr Frieden für alle. Mit Reden und Wünschen erreicht man nichts, nicht mal mit Du’a alleine, nur mit dem Handeln und dem Ertragen der Aufopferungen.

Wenn wir den Geist von Imam Hussein beleben, dann erlangen wir das Martyrium. Wenn wir den Geist von Imam Saddschad beleben, dann ertragen wir jede Gefangenschaft. Wenn wir den Geist von Abbas beleben, dann ertragen wir jede Verwundung und gehen weiter. Selbst wenn wir es nicht im Diesseits schaffen, so gelangen wir im Jenseits zu Imam Hussein.

Allah gibt uns Hoffnung, er hat uns einen großen Sieg versprochen. Die Zukunft gehört den Gläubigen, sie müssen nur standhaft sein. Möge Allah von euch alle eure Aufopferungen annehmen.


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