Die unversehrte islamische Ehe

  • News Code : 802004
  • Source : offenkundiges.de
Brief

Heutzutage treten in islamischen Ehen leider immer wieder Probleme und negative Auseinandersetzung auf. Meistens liegt es daran, dass sich die Ehepartner vor der Eheschließung kaum Gedanken darüber gemacht haben, wie eine wahre islamische Ehe geführt werden sollte.

Heutzutage treten in islamischen Ehen leider immer wieder Probleme und negative Auseinandersetzung auf. Meistens liegt es daran, dass sich die Ehepartner vor der Eheschließung kaum Gedanken darüber gemacht haben, wie eine wahre islamische Ehe geführt werden sollte.

Welche Verpflichtung habe ich gegenüber meinem Ehepartner? Welche moralischen Regelungen sollte ich einhalten? Wie genau gestalte ich meine Lebensgemeinschaft? Wo sind die Grenzen Allahs, die ich einhalten muss? Sich diese Fragen zu stellen, ist für jeden Muslim, der heiraten möchte, eine Pflicht.

Absolute Ehevorbilder sehen wir in Imam Ali (a.) und der heiligen Zahra (a.). Anhand von Überlieferungen wollen wir erläutern, wie sie im Ehealltag miteinander umgegangen sind und was ihre Ehe vervollkommnete. In diesem Artikel werde ich auf die Rolle der Ehefrau eingehen.

Ehrerbietung des Ehemanns

Fatima Zahra (a.) bezeugte ihre Anerkennung Imam Alis (a.) unter anderem, indem sie ihn stets mit seiner Kunya (Ehrtitel im Arabischen) Abul Hassan (Vater von Hassan) ansprach. Die Kunya wird beispielsweise mit dem Namen des ersten Kindes gebildet, wie hier Hassan. Auf der anderen Seite kann man „Abul Hassan“ so deuten, dass Imam Ali (a.) als „Vater des Wohlwollens und der Güte“ (Hassan) bezeichnet wird. Das ist eine der Hochachtungen, die Fatima Zahra (a.) Imam Ali (a.) gegenüber zum Ausdruck brachte.

Diese Ehrerbietung in der Namensbenennung spiegelt das tugendhafte Verhalten der Fatima Zahra (a.) wider. Das respektvolle Sprechen eines Ehepaars miteinander ist Ausdruck der Moral. Ein moralisches Ehepaar beleidigt sich nicht und spricht auch nicht in verpöntem Wortlaut miteinander, so wie es im Falle von Wut und zornigem Gemüt passieren kann.

Haushalt und Ehealltag

Der große Dschihad (gottergebene Anstrengung) beider Geschlechter ist das Bekämpfen des negativ gestimmten Egos. Der kleine Dschihad hat dagegen unterschiedliche Bedeutungen, zum Beispiel im Ernstfall die Teilnahme am Krieg. Des Weiteren zählen auch Sicherstellung von Unterkunft, Nahrung, Kleidung usw. der Ehefrau dazu. Der kleine Dschihad einer Muslima ist, dass sie eine gute Ehe zu führen hat. Es liegt meistens in ihrer Hand, inwieweit sie diese im Alltag gestaltet, denn durch ihre emotionale Art und Weise kann sie im Ehealltag viele Berge versetzen. Fatima Zahra (a.) nutze ihre ganze Energie, um sowohl im Haushalt als auch in der ehelichen Beziehung zuerst Allah und ihren Ehemann Imam Ali (a.) zufrieden zu stellen. Sie versuchte stets Ruhe und Frieden ins Haus zu bringen. Generell erkennt man, dass hinter einem geistigen und materiellen Erfolg eines Ehemannes als Erstes der positive Einfluss seiner Ehefrau steht. Hinter der beständigen Geduld und Standhaftigkeit Imam Alis (a.) in den schwierigen Zeiten nach dem Tod des Propheten (s.) spielte Fatima Zahra (a.) eine sehr bedeutungsvolle und ausschlaggebende Rolle. Dieser Fels in der Brandung ist ein sehr wichtiger Lebensbestandteil eines Ehemannes, welcher dadurch auch ein Nachweis für eine erfolgreiche Ehe sein kann.

Beachtung der Weisungen des Ehemannes

Fatima Zahra (a.) befolgte stets jede Anweisung, die Imam Ali (a.) ihr gab und hat sich ihnen niemals widersetzt. Hierzu muss jedoch gesagt werden, dass man mit dem Wort „Anweisung“ nicht negative Befehle verbinden sollte. Oft werden Anweisungen als bestimmte Belieben oder Wünsche gedeutet. Daher werden sie nicht wie eine Zwangsbefolgung eines gehorsamen Sklaven aufgefasst. Ein Beweis dafür ist, dass das Befolgen islamisch verbotener Weisungen des Ehemannes nicht erlaubt ist, da die Beachtung der Grenzen Allahs wichtiger ist als die Anweisungen des Ehemannes. Imam Ali (a.) sagte zu diesem Punkt: „Sie (Fatima) machte mich niemals wütend und verweigerte niemals meine Anweisungen. Wahrhaftig, jedes Mal, wenn ich sie anschaute, verschwanden jegliche Trauer und jeglicher Kummer!“ (Bihar al-Anwar, Band 43, Seite 134)

Diese Überlieferung beschreibt alle drei Punkte, die bisher genannt wurden. Fatima Zahra (a.) befolgte stets ihren Ehemann und stärkte ihn so sehr, dass allein bei seinem Blick auf sie, all seine Probleme und Schwierigkeiten dahinschwanden. Fatima (a.) hat eine Atmosphäre voller Ruhe und Frieden im Haushalt erzeugt, so dass die spirituelle Energie im Haus aufgetankt werden konnte. Das führt dazu, dass es als Hilfsmittel einiger Probleme und Schwierigkeiten im Diesseits genutzt werden kann, sodass wir jeden Tag besser mit diesen Angelegenheiten umgehen können.

Wir sollten uns vor allem als Ehefrau stets diese Überlieferungen von Fatima Zahra (a.) sehr zu Herzen nehmen, da ihre Probleme (vor allem nach dem Tod des Propheten) niemals mit unseren verglichen werden können. Durch sie überwog immerzu die geistige und friedliche Ruhe im Haus, selbst in den negativen und tief erschütternden Ereignissen ihrer Zeit. Ihre Anstrengungen zeigen uns, vor allem den Frauen, warum solche große Persönlichkeiten wie Imam Hassan (a.), Imam Hussain (a.) und die heilige Zainab (a.) sich entwickeln konnten. Wo sind diese aufopfernden und hingebenden Charaktereigenschaften, die an Aschura zutage traten, gebildet worden? Von wem wurde die Geduld und der Langmut Zainabs (a.) geformt, die dafür sorgten, dass ihre heilige Bewegung noch heute existiert? Die Antwort findet sich im Hause Fatimas (a.) und Imam Alis (a.).


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